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S.12.47. Jánussoni
Der
Brahmane Jánussoni wird im Kanon häufig erwähnt. Nach dem Dígha-Nikáya 13. 2 (=
I. 235) wohnte er in dem Brahmanendorfe Manasákata im Lande der Kosala zusammen
mit anderen hervorragenden Brahmanen, die auch im Majjhima 99 (= II. 202) neben
ihm genannt werden. Im Majjh. 27 (= 1. 175) und Samy. 45. 4 (= V. 4) wird sein
glänzendes Auftreten beschrieben, das ihn als vornehmen und reichen Mann
erscheinen läßt. Im Gespräch mit dem Buddha finden wir ihn noch Majjh. 4 (= I.
16) und namentlich im Anguttara. Hier ist ein ganzer Abschnitt (= V. 249 ff.)
nach ihm benannt. - Zu 3, 4 vergl. Seidenstücker, Páli-Buddhismus Nr. 125, S.
203.
1.
Ort der Begebenheit Sávatthí.
2.
Und es begab sich der Brahmane Jánussoni dorthin, wo der Erhabene sich befand.
Nachdem er sich dorthin begeben, begrüßte er sich mit dem Erhabenen, und
nachdem er mit ihm die (üblichen) Begrüßungen und Höflichkeiten ausgetauscht,
setzte er sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprach dann der Brahmane
Jánussoni zu dem Erhabenen also:
3.
"Steht es wohl so, Herr Gotama, daß alles ist?" - "Behauptet man
,alles ist', so ist das, o Brahmane, das eine Ende."
4.
"Steht es aber so, Herr Gotama, daß alles nicht ist?" -
"Behauptet man ,alles ist nicht', so ist das, o Brahmane, das andere Ende.
Diese beiden Enden vermeidend, o Brahmane, verkündet in der Mitte der Tathágata
die wahre Lehre:
5.
Aus dem Nichtwissen als Ursache entstehen die Gestaltungen usw. usw. (= 46. 5)
... Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des Leidens zu
stande."
6.
Auf diese Worte hin sprach der Brahmane Jánussoni zu dem Erhabenen also:
"Wundervoll, Herr Gotama! Wundervoll, Herr Gotama! usw. usw. (= 46. 6) ...
Als Laienanhänger soll mich der Herr Gotama annehmen, der von heute an auf
Lebenszeit zu ihm seine Zuflucht genommen hat."
[ETML-N:/]
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