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S.14.31. Vorher
1.
(Ort der Begebenheit:) Sávatthí.
2.
"Vor meiner Erleuchtung, ihr Bhikkhus, da ich noch nicht vollkommen
erleuchtet, noch ein Bodhisatta war, kam mir der Gedanke:
3.
Was ist wohl bei dem Element Erde das Annehmliche, was das Schädliche, was das
Entkommen? Was ist bei dem Element Wasser das Annehmliche, was das Schädliche,
was das Entkommen? Was ist bei dem Element Feuer das Annehmliche, was das
Schädliche, was das Entkommen? Was ist bei dem Element Luft das Annehmliche,
was das Schädliche, was das Entkommen?
(Nach buddhistischer
Auffassung besteht der Körper aus den vier Elementen Erde usw. Es handelt sich
also um körperliche Lust, um körperliches Leid und um die Erlösung von
körperlichem Sein. Die drei Termini sind assáda, ádínava, nissarana. Als
lustvoll oder leidvoll erscheint das körperliche Sein je nach der psychischen
Einstellung.
4.
Da kam mir, ihr Bhikkhus, der Gedanke:
5.
Die Lust und das Wohlgefühl, die infolge des Elements Erde entstehen, die sind
das Annehmliche bei dem Element Erde. Das Unständige, Leidvolle, dem Gesetz der
Umgestaltung Unterworfene, das infolge des Elements Erde entsteht, das ist das
Schädliche bei dem Element Erde. Die Beseitigung des Verlangens und Begehrens,
die Aufgabe des Verlangens und Begehrens nach dem Element Erde, das ist das
Entkommen bei dem Element Erde.
6.
Die Lust und das Wohlgefühl, die infolge des Elements Wasser entstehen usw.
usw. (nach 5) . . .
7.
Die Lust und das Wohlgefühl, die infolge des Elements Feuer entstehen usw. usw.
(nach 5) . . .
8.
Die Lust und das Wohlgefühl, die infolge des Elements Luft entstehen, die sind
das Annehmliche bei dem Element Luft. Das Unständige, Leidvolle, dem Gesetz der
Umgestaltung Unterworfene, das infolge des Elements Luft entsteht,das ist das
Schädliche bei dem Element Luft. Die Beseitigung des Verlangens und Begehrens,
die Aufgabe des Verlangens und Begehrens nach dem Element Erde, das ist das
Entkommen aus dem Element Erde.
9.
Solange ich nun aber nicht, ihr Bhikkhus, bei diesen vier Elementen auf solche
Weise das Annehmliche als Annehmliches, das Schädliche als Schädliches, das
Entkommen als Entkommen der Wirklichkeit gemäß begriffen hatte, so lange, ihr
Bhikkhus, mußte ich zugeben, daß ich nicht vollkommen erleuchtet sei mit der
rechten Erleuchtung, die ohnegleichen ist in der Welt mit ihren Göttern, mit
ihren Máras *f30), mit ihren Brahmas, im Kreis der Geschöpfe mit seinen
Samanas und Bráhmanas, mit seinen Göttern und Menschen.
10.
Als ich aber, ihr Bhikkhus, bei diesen vier Elementen auf solche Weise das
Annehmliche als Annehmliches, das Schädliche als Schädliches, das Entkommen als
Entkommen der Wirklichkeit gemäß begriffen hatte, da, ihr Bhikkhus, durfte ich
zugeben, daß ich vollkommen erleuchtet sei mit der rechten Erleuchtung, die
ohnegleichen ist in der Welt mit ihren Göttern, mit ihren Maras, mit ihren
Brahmas, im Kreis der Geschöpfe mit seinen Samanas und Bráhmanas, mit seinen
Göttern und Menschen.
11.
Es entstand mir aber das Wissen und das Schauen: unerschütterlich ist meine
Herzenserlösung; dies ist mein letztes Dasein; nicht gibt es (für mich) noch
eine Wiedergeburt."
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