|
S.15.2. Die Erde
1.
Ort der Begebenheit: Sávatthí.
2.
"Unbekannten Anfangs, ihr Bhikkhus, ist dieser Umlauf der Geburten; nicht
kennt man einen ersten Beginn bei den Wesen, die, in dem Hemmnis des
Nichtwissens, in der Fessel des Durstes gefangen, (von Geburt zu Geburt)
umherwandern und umherlaufen.
3.
Das ist gerade so, ihr Bhikkhus, wie wenn da ein Mann die große Erde in lauter
Lehmkügelchen von der Größe des Kernes einer Brustbeere verwandelte und diese
hinlegte, indem er dazu spräche: 'das ist mein Vater, das ist dieses meines
Vaters Vater.' Nicht zu Ende gingen, ihr Bhikkhus, die Väter des Vaters jenes
Mannes; aber die große Erde würde aufgebraucht und ginge zu Ende.
4.
Warum das? Unbekannten Anfangs, ihr Bhikkhus, ist dieser Umlauf der Geburten;
nicht kennt man einen ersten Beginn bei den Wesen, die, in dem Hemmnis des
Nichtwissens, in der Fessel des Durstes gefangen, (von Geburt zu Geburt)
umherwandern und umherlaufen.
5.
Auf diese Art ist ja lange Zeit hindurch von euch, ihr Bhikkhus, Leiden
ausgekostet worden, ist Pein ausgekostet worden, ist Verlust ausgekostet
worden, ist das Leichenfeld gewachsen.
6.
Nunmehr aber, ihr Bhikkhus, habt ihr wohl Ursache genug, Widerwillen zu fassen
gegen alle Gestaltungen, habt Ursache genug, gegen sie gleichgültig zu werden,
habt Ursache genug, von ihnen euch loszulösen."
[ETML-N:/]
|