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Samyutta Nikáya

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  • 16. Kassapa-Samyutta - Von Kassapa
      • S.16.1. Zufrieden
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16. Kassapa-Samyutta - Von Kassapa

 

S.16.1. Zufrieden

 

Mahákassapa, einer der Hauptschüler des Buddha, von dem in diesem Samyutta die Rede ist, galt als der erste unter den dhutavádá, d. h. unter denen, die die strengen Observanzen einhalten (S. oben 14.15. 12, sowie Anguttara, Ekanipáta 14. = I. 23). Nach dem Tode des Buddha übernahm er die Leitung der Ordensgemeinschaft und betrieb die Abhaltung des ersten Konzils in Rájagaha (Cullavagga 11. 1 ff. = Vinaya II. 284 ff.). In unserem Samyutta wird er den Bhikkhus als Muster aller Mönchstugenden hingestellt.

 

1. Ort der Begebenheit: Sávatthí.

 

2. "Zufrieden ist, ihr Bhikkhus, dieser unser Kassapa mit jedem beliebigen Gewand, und er preist die Zufriedenheit mit jedem beliebigen Gewand, und er läßt sich nicht eines Gewandes wegen auf eine unpassende, unziemliche Beschäftigung *f49) ein. Hat er kein Gewand erhalten, So empfindet er keinen Mangel *f50); hat er ein Gewand erhalten, so genießt er es ohne Gier, ohne Betörung, ohne Verschuldung, das Schädliche im Auge behaltend, das Entkommen kennend *f51).

 

3. Zufrieden ist, ihr Bhikkhus, dieser unser Kassapa mit jeder beliebigen Almosenspeise, und er preist die Zufriedenheit mit jeder beliebigen Almosenspeise, und er läßt sich nicht einer Almosenspeise wegen auf eine unpassende, unziemliche Beschäftigung ein. Hat er keine Almosenspeise erhalten, so empfindet er keinen Mangel; hat er Almosenspeise erhalten, so genießt er sie ohne Gier, ohne Betörung, ohne Verschuldung, das Schädliche im Auge behaltend, das Entkommen kennend.

 

4. Zufrieden ist, ihr Bhikkhus, dieser unser Kassapa mit jeder beliebigen Liegestätte, und er preist die Zufriedenheit mit jeder beliebigen Liegestätte, und er läßt sich nicht einer Liegestätte wegen auf eine unpassende, unziemliche Beschäftigung ein. Hat er keine Liegestätte erhalten, so empfindet er keinen Mangel; hat er eine Liegestätte erhalten, so genießt er sie ohne Gier, ohne Betörung, ohne Verschuldung, das Schädliche im Auge behaltend, das Entkommen kennend.

 

5. Zufrieden ist, ihr Bhikkhus, dieser unser Kassapa mit jeder beliebigen Ausstattung mit Gebrauchsgegenständen und Arzneien für Kranke, und er preist die Zufriedenheit mit jeder beliebigen Ausstattung mit Gebrauchsgegenständen und Arzneien für Kranke, und er läßt sich nicht einer Ausstattung mit Gebrauchsgegenständen und Arzneien für Kranke wegen auf eine unpassende, unziemliche Beschäftigung ein. Hat er keine Ausstattung mit Gebrauchsgegenständen und Arzneien für Kranke erhalten, so empfindet er keinen Mangel; hat er eine Ausstattung mit Gebrauchsgegenständen und Arzneien für Kranke erhalten, so genießt er sie ohne Gier, ohne Betörung, ohne Verschuldung, das Schädliche im Auge behaltend, das Entkommen kennend.

 

6. Darum, ihr Bhikkhus, müßt ihr euch also schulen: 'Zufrieden wollen wir sein mit jedem beliebigen Gewand, und preisen wollen wir die Zufriedenheit mit jedem beliebigen Gewand, und nicht wollen wir uns eines Gewandes wegen auf eine unpassende, unziemliche Beschäftigung einlassen. Haben wir kein Gewand erhalten, so wollen wir keinen Mangel empfinden; haben wir ein Gewand erhalten, so wollen wir es genießen ohne Gier, ohne Betörung, ohne Verschuldung, das Schädliche im Auge behaltend, das Entkommen kennend. - Zufrieden wollen wir sein mit jeder beliebigen Almosenspeise; mit jeder beliebigen Liegestätte, - mit jeder beliebigen Ausstattung mit Gebrauchsgegenständen und Arzneien für Kranke, und preisen wollen wir die Zufriedenheit mit jeder beliebigen Ausstattung mit Gebrauchsgegenständen und Arzneien für Kranke, und nicht wollen wir uns einer Ausstattung mit Gebrauchsgegenständen und Arzneien für Kranke wegen auf eine unpassende, unziemliche Beschäftigung einlassen. Haben wir keine Ausstattung mit Gebrauchsgegenständen und Arzneien für Kranke erhalten, so wollen wir keinen Mangel empfinden; haben wir eine Ausstattung mit Gebrauchsgegenständen und Arzneien für Kranke erhalten, so wollen wir sie genießen ohne Gier, ohne Betörung, ohne Verschuldung, das Schädliche im Auge behaltend, das Entkommen kennend.

 

7. Mit (dem Beispiel des) Kassapa, ihr Bhikkhus, will ich euch ermahnen, oder mit (dem Beispiel von) einem, der dem Kassapa ähnlich ist. Seid ihr aber ermahnt, so müßt ihr danach streben, so (wie er) zu werden."

 

(Pali tathattáya patipajjitabbam. Daß unsere Übersetzung richtig ist, zeigt die Stelle unten in 8.10, wo die Redensart im ungünstigen Sinne verwendet wird. Damit ist aber nicht ausgeschlossen, daß tathatta gelegentlich auch eine prägnantere Bedeutung annimmt: das "So sein", wie es den Vorschriften der buddhistischen Lehre entspricht. Vgl. unten 3.14. R. O. Franke (Dígha übers., S. 143, N. 2) hat darum recht, wenn er das Wort in Zusammenhang bringt mit dem Begriff tathágata "der So-gegangene", "derjenige, der diesen Weg (den er lehrt, zuerst selbst) zurückgelegt hat.")

 

 




*f49) Unter solche Beschäftigungen rechnet der Komm. II. 206.4 dúteyyapahínagamanánuyoga, d. h. gelegentliche kleine Botengänge, wozu Dígha I.1.10 und 19 (= 1.5 und 8; bei Franke, D. übers. S.6 und 13) zu vergleichen ist.



*f50) P. paritassati, wtl. " empfindet keinen Durst." Vgl. S. 118, N. 3.



*f51) P. agadhito (oder agathito); Komm. II. 206.5; vigatalobhagedho; - amucchito; - anajjhápanno (oder anajjhopanno); - ádínavadassáví, das Schädliche, das allen weltlichen Dingen anhaftet, sehend; - nissaranapañño, das Entkommen aus den Fesseln der weltlichen Dinge kennend.






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