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S.17.12.-20. Lüge um Gewinn,
Ehre und Ruhm
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster Anáthapindikas.
2.
Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" -
"Ja, o Herr!" erwiderten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun
sprach also:
"Schlimm
(in ihren Folgen), o Mönche, sind Gewinn, Ehre und Ruhm, einschneidend und
harsch sind sie (in ihren Wirkungen), ein Hindernis bilden sie für die
Erreichung der höchsten Bürdenfreiheit.
3.
Ich weiß da, ihr Mönche, von einem gewissen Menschen, ihn mit meinem Geiste
durchschauend, dieses: 'Nicht würde dieser Verehrte bewußte Lüge sprechen,
(12.)
auch nicht für ein mit Goldstücken gefülltes Silbergefäß,
(13.)
auch nicht für eine Goldmünze,
(14.)
auch nicht für hundert Goldmünzen,
(15.)
auch nicht für eine Singi-Goldmünze,
(16.)
auch nicht für hundert Singi-Goldmünzen,
(17.)
auch nicht für eine die ganze Erde bedeckende Goldmenge,
(18.)
auch nicht für einen kleinen materiellen Vorteil,
(19.)
auch nicht für sein Leben,
(20.)
auch nicht für eine landbekannte Schöne.'
4.
Den sehe ich dann später (doch) bewußte Lüge sprechen, von Gewinn, Ehre und
Ruhm überwältigt, umstrickten Herzens.
5.
So schlimm (in ihren Folgen) sind Gewinn, Ehre und Ruhm, einschneidend und
harsch sind sie (in ihren Wirkungen), ein Hindernis bilden sie für die
Erreichung der höchsten Bürdenfreiheit.
6.
Daher, o Mönche, sollt ihr also üben: 'Gewinn, Ehre und Ruhm, die uns
entstanden, wollen wir aufgeben, und nicht sollen Gewinn, Ehre und Ruhm, die
uns entstanden, unser Herz umstrickend (und darin haften) bleiben!'
7.
So, wahrlich, o Mönche, sollt ihr üben!"
[ETML-N:/]
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