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S.21.6. Bhaddiya, der Zwerg
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster Anáthapindikas.
2.
Es begab sich da der Ehrwürdige Bhaddiya, der Zwerg, zum Erhabenen.
3.
Der Erhabene nun sah den Ehrwürdigen Bhaddiya, den Zwerg, von weitem
herankommen. Als er ihn gesehen, wandte er sich an die Mönche:
4.
"Seht ihr da, ihr Mönche, jenen Mönch herankommen: häßlich ist er, unschön
anzusehen, von verkümmertem Wuchs, von den Mönchen verachtet
*f38)?" - "Ja, o Herr."
5.
"Dieser Mönch, o Mönche, besitzt große magische Macht, große
übernatürliche Gewalt. Nicht leicht kann man einen Erreichungszustand finden,
der nicht schon vorher von diesem Mönch gewonnen wäre. Und auch jenes höchste
Ziel des Heiligen Wandels, um dessentwillen Söhne aus edler Farnilie ganz aus
dem Hause in die Hauslosigkeit ziehen, das hat er schon bei Lebzeiten erkannt
und verwirklicht und verweilt in seinem Besitze."
6.
So sprach der Erhabene. Und nachdem der Gesegnete so geredet hatte, sprach der
Meister noch dieses:
"Der
Schwan, der Reiher und der Pfau, der Elefant und das gefleckte Reh,
den
Löwen fürchten alle sie, dess ' Körper ohnegleichen ist.
So
unter Menschen, wer an Weisheit reich, ob jung an Jahren, der eben gilt als
groß,
nicht
so der Tor mit starkem Körperwuchs. "
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