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S.21.8. Nanda
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster Anáthapindikas.
2.
Es begab sich da der Ehrwürdige Nanda, ein Vetter *f40) des Erhabenen,
zum Meister, mit gepreßten, geglätteten Gewändern bekleidet, die Augen gesalbt,
versehen mit einer Almosenschale von leuchtender Farbe. Er begrüßte den
Erhabenen ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder.
3.
Und der Erhabene sprach zum Ehrwürdigen Nanda: "Nicht ziemt es sich für
dich, Nanda, für einen Sohn aus edler Familie, der du aus Vertrauen vom Hause
in die Hauslosigkeit gezogen bist, daß du dich mit gepreßten, geglätteten
Gewändern bekleidest, die Augen salbst und eine Almosenschale von leuchtender
Farbe trägst. Solches vielmehr ziemt sich für dich, Nanda, für einen Sohn aus
edler Familie, der du aus Vertrauen vom Hause in die Hauslosigkeit gezogen
bist, daß du ein Waldasket wirst, ein Almosengänger, ein Fetzenkleidträger, und
daß du nicht mehr trachtest nach den Sinnenlüsten."
4.
So sprach der Erhabene. Und nachdem der Gesegnete so geredet hatte, sprach der
Meister noch dieses:
"Wann
werd' ich Nanda wohl erblicken,
als
Waldasketen mit dem Fetzenkleid,
von
Speiseresten sich ernährend,
nach
Sinnenlüsten nicht mehr trachtend?"
5.
Und später nun ward der Ehrwürdige Nanda ein Waldasket, ein Almosengänger, ein
Fetzenkleidträger und lebte, ohne nach den Sinnenlüsten zu trachten.
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