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S.22.46. Vergänglichkeit II
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster des Anáthapindika.
2.
Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" -
"Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun
sprach also:
3.-7.
"Die Körperlichkeit - das Gefühl - die Wahrnehnung - die Gestaltungen -
das Bewußtsein, ihr Mönche, sind vergänglich; was vergänglich ist, das ist
leidvoll; was leidvoll ist, das ist Nicht-Ich; was Nicht-Ich ist, davon gilt:
'Dies gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.' So ist
dies der Wirklichkeit gemäß mit rechter Weisheit zu verstehen.
8.
Er, der dies so der Wirklichkeit gemäß mit rechter Weisheit versteht, hat keine
auf die Vergangenheit bezügliche Ansichten. Wenn solche nicht vorhanden sind,
dann gibt es auch keine auf die Zukunft bezügliche Ansichten. Wenn diese nicht
vorhanden sind, dann gibt es keine starke Voreingenommenheit. Wenn es keine
starke Voreingenommenheit gibt, dann wird der Geist hinsichtlich der
Körperlichkeit ... des Bewußtseins entsüchtet, wird ohne Anhangen befreit von
den Trieben. Aufgrund dieser Befreiung ist er gefestigt; aufgrund des
Gefestigtseins ist er befriedigt; aufgrund des Befriedigtseins süchtet er
nicht; ohne Süchten gelangt er aus sich selber heraus zur Erlöschung: 'Versiegt
ist die Geburt, vollendet der Heilige Wandel, getan das Werk, nichts Weiteres
nach diesem hier' - so erkennt er. "
[ETML-N:/]
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