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S.22.61. Das Brennen
(Vgl. hierzu die
'Feuerpredigt' (S 35 28). - Komm. sagt, daß in dieser und der vorhergehenden
Lehrrede das Leidensmerkmal behandelt wird.)
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster des Anáthapindika.
2.
Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" -
"Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun
sprach also:
3.
"Körperlichkeit, ihr Mönche, brennt; Gefühl brennt; Wahrnehmung brennt;
Gestaltungen brennen; Bewußtsein brennt.
4.
So erkennend, o Mönche, wendet sich der erfahrene, edle Jünger von der
Körperlichkeit ab; er wendet sich ab vom Gefühl; er wendet sich ab von der
Wahrnehmung; er wendet sich ab von den Gestaltungen; er wendet sich ab vom
Bewußtsein. Abgewandt wird er entsüchtet. Durch die Entsüchtung wird er
befreit. Im Befreiten ist die Erkenntnis: 'Befreit bin ich. Versiegt ist die
Geburt, vollendet der Heilige Wandel, getan das Werk, nichts Weiteres mehr nach
diesem hier' - so erkennt er."
[ETML-N:/]
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