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S.22.97. Eine Nagelspitze
Erde
(Übers. v. Seidenstücker
PB Nr. 25.)
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster des Anáthapindika.
2.
Da begab sich ein Mönch zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich
zur Seite nieder.
3.
Seitwärts sitzend sprach jener Mönch zum Erhabenen also:
4.
"Gibt es wohl, o Herr, irgendeine Körperlichkeit, die unvergänglich ist,
beständig, ewig, unveränderlich, die ewig dauernd in gleicher Weise bestehen
wird?
5.-8.
Gibt es wohl irgendein Gefühl, irgendeine Wahrnehmung, irgendwelche
Gestaltungen, irgendein Bewußtsein, die unvergänglich sind, beständig, ewig,
unveränderlich, die ewig dauernd in gleicher Weise bestehen werden?"
9.
"Nicht gibt es, o Mönch, irgendeine Körperlichkeit, die unvergänglich ist,
beständig, ewig, unveränderlich, die ewig dauernd in gleicher Weise bestehen
wird.
10.-13.
Nicht gibt es irgendein Gefühl, irgendeine Wahrnehmung, irgendwelche
Gestaltungen, irgendein Bewußtsein, die unvergänglich sind, beständig, ewig,
unveränderlich, die ewig dauernd in gleicher Weise bestehen werden."
14.
Und der Erhabene nahm mit der Nagelspitze ein wenig Erde auf und sprach zu
jenem Mönch:
15.
"Auch nicht so viel an Körperlichkeit gibt es, o Mönch, das unvergänglich
ist, beständig, ewig, unveränderlich, das ewig dauernd in gleicher Weise
bestehen wird. Wenn es auch nur so viel an Körperlichkeit gäbe, das
unvergänglich wäre, beständig, ewig, unveränderlich, das ewig dauernd in
gleicher Weise bestehen würde, nicht wäre es dann ersichtlich, wie dieser
Heilige Wandel gelebt werden könnte zur völligen Versiegung des Leidens. Weil
es aber auch nicht einmal so viel an Körperlichkeit gibt, das unvergänglich
ist, beständig, ewig, unveränderlich, das ewig dauernd in gleicher Weise
bestehen wird, deshalb ist es ersichtlich, daß dieser Heilige Wandel gelebt
werden kann zur völligen Versiegung des Leidens.
16.-19.
Auch nicht so viel an Gefühl - Wahrnehmung - Gestaltungen - Bewußtsein gibt es,
das unvergänglich ist, beständig, ewig, unveränderlich, das ewig dauernd in
gleicher Weise bestehen wird. Wenn es auch nur so viel gäbe an Gefühl,
Wahrnehmung, Gestaltungen, Bewußtsein, das unvergänglich wäre, beständig, ewig,
unveränderlich, das ewig dauernd in gleicher Weise bestehen würde, nicht wäre
es dann ersichtlich, wie dieser Heilige Wandel gelebt werden könnte zur
völligen Versiegung des Leidens. Weil es aber auch nicht einmal so viel gibt an
Gefühl - Wahrnehmung - Gestaltungen - Bewußtsein, das unvergänglich ist,
beständig, ewig, unveränderlich, das ewig dauernd in gleicher Weise bestehen
wird, deshalb ist es ersichtlich, daß dieser Heilige Wandel gelebt werden kann
zur völligen Versiegung des Leidens.
20.-22.
Was meinst du, o Mönch: Ist die Körperlichkeit unvergänglich oder vergänglich?
. . . " (wie 59. 13-23)
[ETML-N:/]
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