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S.22.126. Dem Entstehen
unterworfen I
(Übers. v. Neumann BA S.
197; Oldenberg S. 152.)
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster des Anáthapindika.
2.
Da begab sich ein Mönch zum Erhabenen, begrußte ihn ehrerbietig und setzte sich
zur Seite nieder.
3.
Seitwärts sitzend sprach jener Mönch zum Erhabenen also: "Vom Nichtwissen
spricht man, o Herr. Was nun, o Herr, ist Nichtwissen, und inwiefern ist man in
Nichtwissen geraten?"
4.
"Da, o Mönch, kennt ein unerfahrener Weltmensch die dem Entstehen
unterworfene Körperlichkeit nicht der Wirklichkeit gemäß: 'Dem Entstehen
unterworfen ist die Körperlichkeit.' Die dem Vergehen - dem Entstehen und
Vergehen unterworfene Körperlichkeit kennt er nicht der Wirklichkeit gemäß:
'Dem Vergehen - dem Entstehen und Vergehen unterworfen ist die Körperlichkeit.'
5.-8.
(in gleicher Weise ausgeführt bei Gefühl ... bis Bewußtsein)
9.
Dies, o Mönch, nennt man Nichtwissen, und insofern ist man in Nichtwissen
geraten."
10.
Nach diesen Worten sprach jener Mönch zum Erhabenen also: "Vom Wissen
spricht man, o Herr. Was nun, o Herr, ist Wissen, und inwiefern ist man zum
Wissen gelangt?"
11.
"Da, o Mönch, kennt ein erfahrener, edler Jünger die dem Entstehen
unterworfene Körperlichkeit der Wirklichkeit gemäß: 'Dem Entstehen unterworfen
ist die Körperlichkeit.' Er kennt die dem Vergehen - dem Entstehen und Vergehen
unterworfene Körperlichkeit der Wirklichkeit gemäß: 'Dem Vergehen - dem
Entstehen und Vergehen unterworfen ist die Körperlichkeit.'
12.-15.
(in gleicher Weise ausgeführt bei Gefühl ... bis Bewußtsein)
16.
Dies, o Mönch, nennt man Wissen, und insofern ist man zum Wissen gelangt."
[ETML-N:/]
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