|
S.22.146.-148. Ein edler Sohn
I-III
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster des Anáthapindika.
2.
Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" -
"Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun
sprach also:
3.
"Für einen edlen Sohn, ihr Mönche, der aus Vertrauen in die Hauslosigkeit
gezogen, ist dies der Lehre gemäß, daß er bei der Körperlichkeit, beim Gefühl,
bei der Wahrnehmung, bei den Gestaltungen und beim Bewußtsein in entschiedener
Abwendung lebt - daß er dabei die Vergänglichkeit, das Leiden *f212),
die Ichlosigkeit betrachtet.
4.
Er, der bei der Körperlichkeit... in entschiedener Abwendung lebt - dabei die
Vergänglichkeit, das Leiden, die Ichlosigkeit betrachtet, versteht dann die
Körperlichkeit, er versteht das Gefühl, er versteht die Wahrnehmung, er
versteht die Gestaltungen, er versteht das Bewußtsein.
5.
Die Körperlichkeit verstehend, das Gefühl... verstehend, wird er befreit von
der Körperlichkeit, wird er befreit vom Gefühl, wird er befreit von der
Wahrnehmung, wird er befreit von den Gestaltungen, wird er befreit vom
Bewußtsein, wird er befreit von Geburt, Altern und Sterben, von Kummer, Jammer,
Schmerz, Trübsal und Verzweiflung, wird er befreit vom Leiden, so sage
ich."
|