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Samyutta Nikáya

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  • 35. das Saláyatana-Samyutta, (01-30)
      • S.35.63 Migajálo I
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S.35.63 Migajálo I

 

Das hab ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sávatthi, im Siegerwalde, im Garten Anáthapindikos. Da begab sich der Ehrwürdige Migajálo zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrfurchtsvoll und setzte sich zur Seite nieder.- Zur Seite sitzend sprach der Ehrwürdige Migajálo also zum Erhabenen:

 

"'Allein verweilend, allein verweilend', o Herr, sagt man. Inwiefern aber, o Herr, verweilt ein Mönch allein, und wie verweilt er mit einem Zweiten?"

 

Es gibt, o Mönch, durch das Auge ins Bewußtsein tretende Formen, durch das Ohr in Bewußtsein tretende Töne, durch die Nase ins Bewußtsein tretende Dürfte, durch die Zunge in Bewußtsein tretende Säfte, durch den Körper ins Bewußtsein tretende Gegenstände, durch den Geist ins Bewußtsein tretende Dinge: die ersehnten, geliebten, entzückenden, angenehmen, dem Begehren entsprechenden, reizenden. Wenn der Mönch sich dabei freut, sie begrüßt, sich darauf stützt, so entsteht dem, der sich so freut, so begrüßt, sich so stützt, Genügen. Wo Genügen ist, da ist Reiz dabei. Ist Reiz dabei, ist man gefesselt. Gefesselt mit der Fessel des Genügen, Migajálo, weilt der Mönch mit einem Zweiten, sagt man. Ein Mönch, der so verweilt, Migajálo, sucht im Walde nun entlegene Gegenden und Sitzplätze auf, lärm-entrückte, lärm-verlorene, von den Leuten gemieden, wo Menschen einsam sitzen können und die sich zur Zurückgezogenheit eignen. Auch dort, sagt man, verweilt er mit einem Zweiten. Und warum? Sein Zweiter ist der Durst, der nicht überwundene. Darum, sagt man, verweilt er mit einem Zweiten.

 

Es gibt, Migajálo, durch das Auge ins Bewußtsein tretende Formen, durch das Ohr ins Bewußtsein tretende Töne, durch die Nase ins Bewußtsein tretende Düfte, durch die Zunge ins Bewußtsein tretende Säfte, durch den Körper ins Bewußtsein tretende Gegenstände, durch den Geist ins Bewußtsein tretende Dinge: die ersehnten, geliebten, entzückenden, angenehmen, dem Begehren entsprechenden, reizenden. Wenn der Mönch sich dabei nicht freut, sie nicht begrüßt, sich nicht auf sie stützt, da wird bei dem, der sich so nicht freut, sie nicht begrüßt, sich nicht auf sie stützt, Genügen aufgelöst. Ist kein Genügen, so ist kein Reiz dabei. Ist kein Reiz dabei, ist man nicht gefesselt. Entfesselt von der Fessel des Genügens, Migajálo, weilt der Mönch allein, sagt man. Ob er nun in Gesellschaft von Mönchen und Nonnen, Anhängern und Anhängerinnen, Königen oder königlichen Beamten, mit andersfährtigen Pilgern oder deren Jüngern weilt: wenn er so verweilt, verweilt er allein, sagt man. Und warum? Sein Zweiter, der Durst, ist von ihm überwunden. Darum weilt er allein, sagt man".

 

 




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