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S.35.79-80 Unwissen II-III
Es
begab sich ein gewisser Mönch zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrfurchtsvoll und
setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, wandte sich jener Mönch also
an den Erhabenen:
"Gibt
es, o Herr, ein einzelnes Ding, durch dessen Überwindung von dem Mönch Unwissen
überwunden wird und Wissen aufsteigt?"
"Es
gibt, o Mönch, ein einzelnes Ding, durch dessen Überwindung von dem Mönch
Unwissen überwunden wird und Wissen aufsteigt".
"Was
ist das aber für ein einzelnes Ding, durch dessen Überwindung von dem Mönch
Unwissen überwunden wird und Wissen aufsteigt?"
"Das
Unwissen, o Mönch, ist das einzelne Ding, durch dessen Überwindung von dem
Mönch Unwissen überwunden wird und Wissen aufsteigt".
"Wie
aber wird, o Herr, von dem erkennenden, sehenden Mönch Unwissen überwunden und
steigt Wissen auf?"
"Wenn
der Mönch die 6 Innen- und Außengebiete, die 6 Arten des Bewußtsein, die 6
Berührungen, die 18 Gefühle als unbeständig erkennt und sieht, dann wird
Unwissen überwunden, und Wissen steigt auf. Da hat ein Mönch gehört: 'Alle
Dinge reichen nicht aus, sich dabei niederzulassen. Hat er das gehört, dann
überblickt er jedes Ding. Hat er jedes Ding überblickt, dann durchschaut er
jedes Ding. Hat er jedes Ding durchschaut, dann sieht er alle Vorstellungen
entfremdet an: Die 6 Innen- und Außengebiete, die 6 Arten des Bewußtseins, die
6 Berührungen, die 18 Gefühle. So erkennend, so sehend wird von dem Mönch das
Unwissen überwunden, und so steigt das Wissen auf".
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