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S.35.206 Sechs Tiere
Gleichwie,
ihr Mönche, wenn da ein Mann mit verwundenen Gliedern, mit eitrigen Gliedern
einen sumpfigen Dschungel betreten würde. Die scharfen Gräser und Dornen würden
in seine Füße eindringen, und die wunden und eitrigen Glieder wurden zerkratzt
werden. So würde der Mann, ihr Mönche, dadurch bedingt, immer noch mehr Schmerz
und Trübsal erfahren.
Ebenso
nun auch, ihr Mönche, erfährt irgendein Mönch in Dorf oder Wald Tadel: 'So wie
hier dieser Ehrwürdige handelt, so wie er wandelt, ist er eine Unreinheit für
das Dorf, ein Dorn'. Nachdem er gemerkt hat: 'So bin ich ein Dorn', muß er
Sinnenzügelung und Nichtsinnenzügelung kennen.
Wie
ist nun, ihr Mönche, ein Nichtgezügelter? Hat da, ihr Mönche, ein Mönch mit dem
Auge eine Form erblickt, mit dem Ohr einen Ton gehört, mit der Nase einen Duft
gerochen, mit der Zunge einen Saft geschmeckt, mit dem Körper einen Gegenstand
getastet, mit dem Geiste ein Ding gedacht, so ist er vom Lieben angezogen und
vom Unlieben abgestoßen. Die Achtsamkeit auf den Körper nicht gegenwärtig
habend, verweilt er unbeschränkten Gemütes, und er versteht nicht
wirklichkeitsgemäß jene Gemüterlösung, Weisheitserlösung, wo die aufgestiegenen
bösen, unheilsamen Dinge restlos aufgelöst werden.
Gleichwie,
ihr Mönche, wenn da ein Mann sechs Tiere ergriffen hätte, aus unterschiedlichen
Gegenden und mit unterschiedlichen Wohngewöhnungen, und er würde sie mit einem
kräftigen Tau festbinden: Nachdem er eine Schlange ergriffen hätte, würde er
sie mit kräftigem Tau festbinden. Nachdem er einen Alligator ergriffen hätte,
würde er ihn mit einem kräftigen Tau festbinden. Nachdem er einen Vogel
ergriffen hätte, würde er ihn mit einem kräftigen Tau festbinden. Nachdem er
einen Hund ergriffen hätte, würde er ihn mit einem kräftigen Tau festbinden.
Nachdem er einen Schakal ergriffen hätte, würde er ihn mit einem kräftigen Tau
festbinden. Nachdem er einen Affen ergriffen hätte, würde er ihn mit einem
kräftigen Tau festbinden. Nachdem er sie mit einem kräftigen Tau festgebunden
hätte, würde er in der Mitte einen Knoten machen und sie gewähren lassen. Da
nun, ihr Mönche, würden diese sechs Tiere aus unterschiedlichen Gegenden und
mit unterschiedlichen Wohngewöhnungen nach der je eigenen Gegend der
Wohngewöhnung ziehen: Die Schlange würde zum Termitenhaufen ziehen und denken:
'Da will ich hinein'. Der Alligator würde zum Wasser ziehen und denken: 'Da
will ich hinein'. Der Vogel würde in den Luftraum ziehen und denken: 'Da will
ich fliegen'. Der Hund würde zum Dorfe ziehen und denken: 'Da will ich hinein'.
Der Schakal würde zum Leichenfeld ziehen und denken: 'Da will ich hinein'. Der
Affe würde zum Walde ziehen und denken: 'Da will ich hinein'.
Wenn
nun, ihr Mönche, diese sechs Tiere hungrig und müde würden, dann müßten sie dem
kräftigsten der Tiere folgen, ihm sich anpassen und seinem Willen sich
unterwerfen.
Ebenso
nun auch, ihr Mönche, wer die auf den Körper gerichtete Achtsamkeit nicht
ausgebildet, nicht häufig gepflegt hat, den zieht das Auge zu den lieben Formen
und bei den unlieben ist er abgeneigt, den zieht der Geist zu den lieben
Dingen, und bei den unlieben ist er abgeneigt. So nun, Ihr Mönche, ist einer
ein Nichtgezügelter.
Und
wie, ihr Mönche, ist einer ein Gezügelter? Hat da, ihr Mönche, ein Mönch mit
dem Auge eine Form gesehen, mit der Zunge einen Saft geschmeckt, mit dem Geiste
ein Ding gedacht, dann wird er vom Lieben nicht angezogen und beim Unlieben
nicht abgeneigt. Die Achtsamkeit auf den Körper gewärtig habend, verweilt er
unbeschränkten Gemütes, und er versteht wirklichkeitsgemäß jene Gemüterlösung,
Weisheiterlösung, wo die aufgestiegenen bösen, unheilsamen Dinge sich restlos
auflösen.
Gleichwie,
ihr Mönche, wenn da ein Mann sechs Tiere ergriffen hätte aus unterschiedlichen
Gegenden und mit unterschiedlichen Wohngewöhnungen, und er würde sie mit einem
kräftigen Tau festbinden: Nachdem er eine Schlage ergriffen hätte, wurde er sie
mit kräftigem Tau festbinden. Nachdem er einen Alligator ergriffen hätte, würde
er ihn mit festem Tau festbinden. Nachdem er einen Vogel ergriffen hätte, würde
er ihn mit kräftigem Tau festbinden. Nachdem er einen Hund ergriffen hätte,
würde er ihn mit kräftigem Tau festbinden. Nachdem er einen Schakal ergriffen
hätte, würde er ihn mit kräftigem Tau festbinden. Nachdem er einen Affen ergriffen
hätte, würde er ihn mit kräftigem Tau festbinden. Nachdem er sie mit einem
kräftigen Tau festgebunden hätte, würde er sie an einen kräftigen Pfeiler oder
Pfosten anbinden. Da nun, ihr Mönche, würden diese sechs Tiere aus
unterschiedlichen Gegenden und mit unterschiedlichen Wohngewöhnungen nach je
der eigenen Gegend der Wohngewöhnung ziehen: Die Schlange würde zum
Termitenhaufen ziehen und denken: 'Da will ich hinein': Der Alligator würde zum
Wasser ziehen und denken: 'Da will ich hinein'. Der Vogel würde zum Luftraum
ziehen und denken: 'Da will ich fliegen'. Der Hund würde zum Dorfe ziehen und
denken: 'Da will ich hinein'. Der Schakal würde zum Leichenfeld ziehen und
denken: 'Da will ich hinein'. Der Affe würde zum Walde ziehen und denken: 'Da
will ich hinein'. Wenn nun diese sechs Tiere, ihr Mönche, hungrig und müde
würden, dann müßten sie am Pfeiler oder Pfosten stehen bleiben oder sich
hinsetzen oder sich hinlegen.
Ebenso
nun auch, ihr Mönche, wer die auf den Körper gerichtete Achtsamkeit entfaltet und
häufig gepflegt hat, den zieht das Auge nicht zu den lieben Formen, und den
unlieben ist er nicht abgeneigt, den zieht der Geist nicht zu den lieben
Dingen, und bei den unlieben ist er nicht abgeneigt. So nun, ihr Mönche, ist
einer ein Gezügelter.
'An
einen kräftigen Pfeiler oder Pfosten gebunden', das ist, ihr Mönche, eine
Bezeichnung für die auf den Körper gerichtete Achtsamkeit. Darum, ihr Mönche,
habt ihr euch also zu üben: 'Die auf den Körper gerichtete Achtsamkeit wird von
uns entfaltet werden, häufig geübt, zum Fahrzeug gemacht, zur Grundlage
gemacht, angewendet, durchgeprüft, durchaus entrichtet werden'. So habt ihr
euch, ihr Mönche, zu üben".
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