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S.45.12. Verweilen II
In
Sávatthi.
Ich
wünsche, ihr Mönche, mich drei Monate zurückzuziehen". Als nun der
Erhabene aus der dreimonatigen Zurückgezogenheit zurückkehrte, wandte er sich
an die Mönche:
"In
jenem Verweilen, ihr Mönche, in welchem ich erstmals nach der Erwachung geweilt
hatte, habe ich teilweise geweilt. So erkannte ich: Bedingt durch falsche
Erkenntnis bis falsche Einigung ist Erleben. Ist aber falsche Erkenntnis bis
falsche Einigung zur Ruhe gekommen, so ist auch dadurch bedingt Erleben.
Bedingt durch rechte Erkenntnis bis rechte Einigung ist Erleben, ist aber
rechte Erkenntnis bis rechte Einigung zur Ruhe gekommen, dann ist auch dadurch
bedingt Erleben.
Bedingt
durch den Willen ist Erleben; ist aber der Wille zur Ruhe gekommen, so ist auch
dadurch bedingt Erleben. Bedingt durch Erwägen ist Erleben; ist aber Erwägen
zur Ruhe gekommen, so ist auch dadurch bedingt Erleben. Bedingt durch
Wahrnehmen ist Erleben; ist aber Wahrnehmen zur Ruhe gekommen, so ist auch
dadurch bedingt Erleben. Da ist der Wille zur Ruhe gekommen, aber die
Erwägungen und die Wahrnehmungen sind nicht zur Ruhe gekommen; dadurch bedingt
ist Erleben. Ist der Wille zur Ruhe gekommen, die Erwägungen und Wahrnehmungen
zur Ruhe gekommen, dann ist auch dadurch bedingt Erleben. Das Unerreichte zu
erreichen, kann man sich mühen; ist aber dieser Zustand erreicht, so ist auch
dadurch bedingt Erleben".
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