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S.47.3. Ein Mönch
Zu
einer Zeit weilte der Erhabene in Sávatthi im Siegerwalde, im Garten
Anáthapindikos. Da nun begab sich ein gewisser Mönch zum Erhabenen, begrüßte
ihn ehrfurchtsvoll und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, wandte
sich dieser Mönch also an den Erhabenen:
"Gut
wäre es, o Herr, wenn mir der Erhabene in Kürze die Lehre zeigen würde. Damit
ich, nachdem ich des Erhabenen Lehre vernommen, einsam, abgesondert,
unermüdlich, in heißem innigem Ernste weilen kann".
"Da
meinen wohl einige Toren, an mich herantreten zu müssen und, obwohl die Lehr
dieselbe ist, mir nachlaufen zu müssen".
"Möge
mir der Erhabene die Lehre in Kurze zeigen, möge mir der Willkommene die Lehre
in Kürze zeigen. Vielleicht werde ich den Sinn der Lehre verstehen. Vielleicht
werde ich doch noch ein Erbe des vom Erhabenen Gesprochenen werden".
"Da
hast du denn, o Mönch, dich von Anfang an in den heilsamen Dingen zu läutern.
Und was ist der Anfang der heilsamen Dinge? Gut geläuterte Tugend und
gradlinige Ansicht. Und wenn, o Mönch, deine Tugend gut geläutert sein wird und
deine Ansicht gradlinig, dann magst du, auf Tugend gestützt, in den Tugenden
gefestigt, die vier Pfeiler der Achtsamkeit in dreifacher Weise entfalten.
Welche vier?
Da
wache, o Mönch,
und
zwar nach innen, nach außen, nach innen und außen: Unermüdlich, klar bewußt,
achtsam, nach Verwindung weltlichen Begehrens und Trübsinns. Wenn du, o Mönch,
auf Tugend gestützt, in den Tugenden gefestigt, diese vier Pfeiler der
Achtsamkeit derart dreifach entfaltest, dann ist bei dir, o Mönch, bei Tag und
Nacht ein Wachsen heilsamer Dinge zu erwarten, kein Rückfall".
Da
war jener Mönch über die Worte des Erhabenen erfreut und zufrieden, erhob sich,
grüßte den Erhabenen und ging rechts herum fort.
Und
jener Mönch, einsam, abgesondert, unermüdlich, in heißem innigem Ernste
verweilend, hatte gar bald, was edle Söhne gänzlich von Hause fort in die
Hauslosigkeit lockt, jenes höchste Ziel des Brahma-Wandels noch bei Lebzeiten
sich offenbar gemacht, verwirklicht und errungen: "Versiegt ist die
Geburt, vollendet der Brahma-Wandel, gewirkt das Werk, nichts Höheres gibt es
über dieses hier", verstand er da. Auch einer der Heillgen war jener Mönch
geworden.
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