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S.48.45.-48. Im Osthaine
Das
hab ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene in Sávatthi, im Osthaine, auf
Mutter Migáras Terrasse. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche:
"Welche
Fähigkeiten, ihr Mönche, muß der triebversiegte Mönche entfaltet und
ausgebildet haben, um das höchste Wissen zu erklären: 'Versiegt ist die Geburt,
vollendet der Brahma-Wandel, gewirkt das Werk, nichts Höheres gibt es über
dieses hier', erkennt er da?"
"Im
Erhabenen wurzeln unsere Lehren, haben ihn zum Führer und zur Zuflucht. Gut
wäre es, wenn der Erhabene den Sinn des Gesagten erläutern würde".
"Eine
einzige Fähigkeit, ihr Mönche, muß der triebversiegte Mönch entfaltet und
ausgebildet haben, um das höchste Wissen derart zu erklären. Welche eine
Fähigkeit? Dem edlen Jünger, ihr Mönche, der Weisheit besitzt, festigt sich
demzufolge das Vertrauen, festigt sich demzufolge die Tatkraft, festigt sich
demzufolge die Achtsamkeit, festigt sich demzufolge die Einigung. Oder:
Zwei
Fähigkeiten, ihr Mönche, muß der triebversiegte Mönch entfaltet und ausgebildet
haben, um das höchste Wissen derart zu erklären. Welche zwei? Edle Weisheit und
edle Erlösung. Was in ihm, ihr Mönche, edle Weisheit ist, das ist ihm die
Weisheitsfähigkeit und was in ihm, ihr Mönche, die edle Erlösung ist, das ist
ihm die Einigungsfähigkeit. Oder:
Vier
Fähigkeiten, ihr Mönche, muß der triebversiegte Mönch entfaltet und ausgebildet
haben, um das höchste Wissen derart zu erklären. Welche vier? Die Fähigkeit der
Tatkraft, die Fähigkeit der Achtsamkeit, die Fähigkeit der Einigung, die
Fähigkeit der Weisheit. Oder:
Fünf
Fähigkeiten, ihr Mönche, muß der triebversiegte Mönch entfaltet und ausgebildet
haben, um das höchste Wissen derart zu erklären. Welche fünf? Die Fähigkeit des
Vertrauens, die Fähigkeit der Tatkraft, die Fähigkeit der Achtsamkeit, die
Fähigkeit der Einigung, die Fähigkeit der Weisheit.
Diese
fünf Fähigkeiten, ihr Mönche, muß der triebversiegte Mönch entfaltet und
ausgebildet haben, um das höchste Wissen zu erklären: 'Versiegt ist die Geburt,
vollendet der Brahma-Wandel, gewirkt das Werk, nichts Höheres gibt es über
dieses hier', erkennt er da".
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