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S.48.57. Brahmá
Das
hab ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Uruvela am Ufer der
Nerañjaro unter der Geißhüterfeige kurz nach der Erwachung. Als der Erhabene
dort abgeschieden und zurückgezogen weilte, stieg ihm im Gemüte folgende
Erwägung auf:
Fünf
Fähigkeiten, entfaltet und ausgebildet, haben zum Todlosen geführt, sind ins
Todlose übergegangen, hatten das Todlose zum Endziel. Welche fünf? Die
Fähigkeiten Vertrauen, Tatkraft, Achtsamkeit, Einigung, Weisheit, entfaltet und
ausgebildet, haben zum Todlosen geführt, sind ins Todlose übergegangen, hatten
das Todlose zum Endziel. Da nun gewahrte Brahmá Sahampati in seinem Gemüte die
Erwägungen im Gemüte des Erhabenen, und so, wie ein kräftiger Mann den
eingezogenen Arm ausstrecken oder den ausgestreckten einziehen mag, so
verschwand er aus der Brahma-Welt und erschien vor dem Erhabenen. Er entblößte
eine Schulter, faltete die Hände zum Erhabenen und sprach also:
"So
ist es, Erhabener, so ist es, Willkommener: die fünf Fähigkeiten, entfaltet und
ausgebildet, haben zum Todlosen geführt, sind ins Todlose übergegangen, hatten
das Todlose zum Endziel.
Einstmals,
o Herr, habe ich bei Kassapo, dem Vollkommen Erwachten, den Brahma-Wandel
geführt. Dort kannte man mich als den Mönch Sahako. Nachdem ich diese fünf
Fähigkeiten entfaltet und ausgebildet hatte, nachdem ich bei den Sinnendingen
den Wunscheswillen entreizt hatte, bin ich beim Zerfall des Körpers nach dem
Tode auf guter Fährte in der Brahma-Welt erschienen. Dort kennt man mich als
den Brahmá Sahampati. So ist es, Erhabener, so ist es, Willkommener: Ich habe
es selber erkannt, Ich habe es selber gesehen, wie die fünf Fähigkeiten,
entfaltet und ausgebildet, zum Todlosen geführt haben, ins Todlose übergegangen
sind, das Todlose zum Endziel haben".
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