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Samyutta Nikáya

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  • 1. Devatá-Samyutta - Von den Devatas
    • 31-40 Satullapakáyikavagga - Der Abschnitt von den Satullapa-Devatás
      • S.1.33. Gut
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S.1.33. Gut

 
 

1. Ort der Begebenheit: Im Parke von Sávatthí.
 

2. Da nun begaben sich in vorgeschrittener Nacht zahlreiche der Gruppe der Satullapa angehörige Devatás, mit ihrer herrlichen Schönheit den ganzen Jetahain erhellend, dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem sie sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatten, traten sie zur Seite.
 

3. Zur Seite stehend sprach dann eine Devatá zu dem Erhabenen den folgenden Spruch:
 
"Gut ja, Herr, ist das Geben.
Aus Geiz und aus Nachlässigkeit, so wird keine Gabe gegeben:
Von dem, der Verdienst erstrebt, von dem kommt sie,
der die rechte Gabe kennt."

 
4. Darauf sprach dann eine andere Devatá zu dem Erhabenen den folgenden Spruch:

"Gut ja, Herr, ist das Geben.
Und gerade bei kleinem Besitz ist gut das Geben.
Die einen spenden von kleinem Besitz,
von reichlichem wollen andere nichts geben:
Gabe, aus kleinem Besitz gespendet, wird tausend gleich geschätzt."

 
5. Darauf sprach dann eine andere Devatá zu dem Erhabenen den folgenden Spruch:

"Gut ja, Herr, ist das Geben;
Und gerade bei kleinem Besitz ist gut das Geben,
Und (wenn es) im Glauben (geschieht,) ist gut das Geben.
Geben und Kämpfen *f80) heißt es, ist gleich:
Obgleich es wenige sind, siegen sie über viele.
Wenn man gläubig auch nur wenig gibt,
Wird man dadurch schon glücklich in der anderen Welt."
 


 
 

6. Darauf sprach dann eine andere Devatá zu dem Erhabenen den folgenden Spruch:
"Gut ja, Herr, ist das Geben;
Und gerade bei kleinem Besitz ist gut das Geben,
Und (wenn es) im Glauben (geschieht), ist gut das Geben,
Und auch Geben aus rechtlich erworbenem Besitz ist gut.
Welcher Mann aus rechtlich erworbenem Besitz eine Gabe gibt,
Von dem, was durch Tatkraft und Energie gewonnen wurde *f81)
Der kommt hinweg über die Vetaraní *f82) des (Totengottes) Yama
Und geht in himmlische Stätten ein beim Tode." *f83)

 

7. Darauf sprach dann eine andere Devatá zu dem Erhabenen den folgenden Spruch:

"Gut ja, Herr, ist das Geben,
Und gerade bei kleinem Besitz ist gut das Geben,
Und (wenn es) im Glauben (geschieht,) ist gut das Geben,
Und auch Geben aus rechtlich erworbenem Besitz ist gut,
Und auch Geben mit Auswahl *f84) ist gut.
Geben mit Außwahl ist empfohlen von dem Führer auf dem Heilspfad: *f85)
Was denen, die der Spende würdig, in dieser Lebewelt
Gegeben ward, das trägt reiche Frucht,
Wie Samenkörner, gesät in gutes Feld."
 

 
 

8. Darauf sprach dann eine andere Devatá zu dem Erhabenen den folgenden Spruch:

"Gut ja, Herr, ist das Geben,
Und gerade bei kleinem Besitz ist gut das Geben,
Und (wenn es) im Glauben (geschieht), ist gut das Geben,
Und auch Geben aus rechtlich erworbenem Besitz ist gut,
Und auch Geben mit Auswahl ist gut,
Und gut ist auch, Selbstbeherrschung gegenüber den Lebewesen. *f86)
Wer da wandelt, ohne lebende Wesen zu verletzen,
Und nichts Böses tut, um des Tadels der anderen willen:
Den Ängstlichen preist man da, nicht den Kecken;
Denn, aus Angst (vor der Sünde) tun die Frommen nichts Böses."
 

 

9. Darauf sprach dann eine andere Devatá zu dem Erhabenen also: "Wer, Erhabener, hat nun da gut gesprochen? "Alle nach einander haben gut gesprochen; höret nun auch mich:

Das Geben im Glauben *f87) ist ja vielfach gepriesen,
Aber besser als eine Gabe ist ein Wort der Wahrheit: *f88)
Früher schon und noch viel früher sind die Guten,
die Erkenntnis besassen, zvm Nirvana gelangt.
 




*f80) Die Strophe 5 von hier ab findet sich auch im Ádittajátaka Nr. 424 (= III. 472 der Ausg.). Ebenso die folgenden Strophen außer der sich wiederholenden Einleitung.

*f81) P. utthánaviriyádhigatassa, Komm. I, 75.15: utthánena ca viriyena ca adhigatassa.



*f82) Vetaraní (= skr. vaitarani) ist der N. des Höllenflusses.



*f83) P. macco = skr. martyah. Oder sollte es ein alter Loc. von maccu sein = skr. mrtyau, wie ádo = skr. ádau zu ádi?

*f84) P. viceyyadánam; Komm. I. 75.18 = vicinitvá dinnadánam.



*f85) P. sugatappasatiham, Komm. I. 76.3 = sugatena vannitam. Über sugatas. Bd. 2 ,S. 100, N.1. Die Strophe findet sich auch in der Dhammapadatthakathá (zu Dhp. 181.) = III. 221 und (zu Dhp. 356ff.) = IV - 81 der Ausgabe von Norman.

*f86) Nach dem Komm. geht hier die Devatá über das "Geben" (dánam) hinaus und preist das "sittliche Wohlverhalten" (síla), im besonderen das Gebot, kein Lebewesen zu verletzen, die ahimsá.

*f87) P. saddhá (= -ddháya) hi dánam mit Bezug auf Z.3 in V.5,6,7,8.



*f88) P. dhammapadam. Daß dies "Wort der Wahrheit", nicht "Weg d. W." usw. bedeutet, geht aus dem Dhammapada v.44f., 102 selber und aus andern Stellen unzweifelhaft hervor. Auch hier ist es so zu fassen, obwohl es der Komm. I. 76.11 durch nibbána erklärt. Der Gedanke ist dieser: Besser noch als materielle Gabe ist Belehrung im dhamma; denn sie führt zur Erkenntnis und diese zum Nirvana. Nicht umsonst steht sapaññá an bedeutungsvoller Stelle am Vers-Schluß.




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