Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek

Samyutta Nikáya

IntraText CT - Text

  • 1. Devatá-Samyutta - Von den Devatas
    • 31-40 Satullapakáyikavagga - Der Abschnitt von den Satullapa-Devatás
      • S.1.34. Sie sind nicht
zurück - vor

Hier klicken um die Links zu den Konkordanzen anzuzeigen

S.1.34. Sie sind nicht

 
 

1. Einstmals weilte der Erhabene in Sávatthí, im Jetahaine, im Parke des Anáthapindika.
 

2. Da nun begaben sich in vorgeschrittener Nacht zahlreiche der Gruppe der Satullapa angehörige Devatás, mit ihrer herrlichen Schönheit den ganzen Jetahain erhellend, dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem sie sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatten, traten sie zur Seite.
 

3. Zur Seite stehend sprach dann eine Devatá zu dem Erhabenen die folgende Strophe:

"Nicht sind die sinnlichen Genüße bei den Menschen ständig,
Hier (in dieser Welt) gibt es Dinge, die man genießt, *f89) an die gebunden,
Durch die gelähmt der Mensch zur Nimmerwiederkehr *f90)
Nicht gelangen kann *f91) aus dem Bereich des Todes."
 


 

4. "Aus der Begierde stammt das Übel, aus der Begierde stammt das Leid;
Aus der Beseitigung der Begierde folgt Beseitigung des Übels,
aus der Beseitigung des Übels Beseitigung des Leidens."
 

5. "Nicht die mannigfachen sinnlichen Genüsse, die es gibt in der Welt,
Das Wollen und Begehren (vielmehr) des Menschen ist die Sinnenlust.
Es bleiben bestehen die mannigfachen Genüsse in der Welt,
Aber hier (in sich selber) beseitigen die Weisen die Begierde."

Mrs. Rhys Davids (Kindred Sayings S. 32, N.3) macht darauf aufmerksam, daß diese Strophe auch im Anguttara (III. 411) vorkommt als ein Ausspruch des Buddha. Der Sinn ist der: Nicht an den sinnlichen Objekten ist es gelegen, sondern daran, daß wir durch unser Begehren zu ihnen in Beziehung treten. Dieses Begehren auszutilgen ist also die Aufgabe des Weisen.
 

6. "Den Zorn soll man aufgeben, den Wahn fahren lassen,
Über alle Fesseln soll man hinweg kommen:
Den, der nicht haftet an Name und Form,
Der nichts besitzt, verfolgen die Leiden nicht."
 

Die Strophe ist = Dhammapada 221 und wird unten im 36. Sutta wiederholt. Über die "Fesseln" s. Bd.2, S. 246, über "Name und Form" (náma-rúpa) ebda.,S.2.

 

7. "Er hat (alle) Benennung aufgegeben, ist in keine Behausung eingekehrt;
Er hat den Durst abgeschnitten nach Name und Form:
Ihn, der die Fesseln durchschnitten,
der frei ist von Leid und hoffendem Erwarten,
Haben suchend nicht gefunden
Götter und Menschen, hier und im Jenseits,
In den Himmeln und an allen Stätten."
 

 

S. oben 1.20-22. Wie die Strophen in 3 bis 7 sich verteilen, ist nicht gesagt. Vermutlich werden sie von verschiedenen Devatás gesprochen.

 

8. "Wenn sie keinen also Erlösten erblickten
- spricht der ehrwürdige Mogharája -
Götter und Menschen, hier und im Jenseits,
Der Menschen. trefflichsten, der den Menschen Segen erwirkt:
Sind dann die zu preisen, die ihn verehren?"
 

9."Zu preisen sind auch sie, o Bhikkhu,
- Mogharája, spricht der Erhabene -
Die ihn verehren, den also Erlösten;
Da sie die Wahrheit erkannt und den Zweifel aufgegeben haben,
Werden auch sie über die Fesseln hinweg kommen, o Bhikkhu."
 

Die beiden Strophen 8 und 9 sehen wie ein späterer Zusatz aus. Der Thera Mogharája kommt im Suttanipáta (v. 1116 ff.) vor, wo ihm Fragen in den Mund gelegt werden, die der Buddha beantwortet. Die Strophe Sn.1119 ist im Khathávatthu I, S. 64 angeführt. Es werden dem Mogharája ferner die Theragáthá 207-208 zugeschrieben.




*f89) P. kamaníyáni. Nach dem Komm. I. 76.11 sind das die begehrten Objekte unserer Sinne: Form, Ton, Geruch, Geschmack, Gefühl und die dhammá.



*f90) P. apunágamanam. Es ist das ein Name für das Nirvana.



*f91) Mit dem Komm. (Col. Ausg. 45.22) ist wohl anágantá zu lesen; die Siames. Ausg. (I. 76.2 v.u.) hat allerdings anágantvá mit der Textausgabe des S.




zurück - vor

Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek

Best viewed with any browser at 800x600 or 768x1024 on Tablet PC
IntraText® (V89) - Some rights reserved by EuloTech SRL - 1996-2007. Content in this page is licensed under a Creative Commons License