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Samyutta Nikáya

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  • 2. Devaputta Samyutta - Von den Göttersöhnen
    • 21-30 Nánátitthiyavagga - Von den Lehren der verschiedenen Schulen
      • S.2.29. Susíma
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S.2.29. Susíma

1. Schauplatz ist Sávatthí.

2. Da nun begab sich der ehrwürdige Ananda dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, setzte er sich zur Seite nieder. Zu dem zur Seite sitzenden ehrwürdigen Ananda sprach dann der Erhabene also: "Findet auch bei dir, Ananda, unser Sáriputta Beifall?"

 
3. "Bei wem denn, Herr, wenn er nicht töricht, nicht böse, nicht verblendet, nicht verkehrten Denkens ist, sollte der ehrwürdige Sáriputta nicht Beifall finden? Gelehrt, *f268) Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Von großem Wissen, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Von umfassendem Wissen, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Von heiterem Wissen, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Von raschem Wissen, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Von scharfem Wissen, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Von eindringendem Wissen, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Genügsam, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Zufrieden, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Freund der Einsamkeit, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Dem Verkehr abgeneigt, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Energisch, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Beredt, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Ein Mahner, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Ein Tadler der Sünde, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Bei wem denn, Herr, wenn er nicht töricht, nicht böse, nicht verblendet, nicht verkehrten Denkens ist, sollte der ehrwürdige Sáriputta nicht Beifall finden?"

 
4. "So ist das, Ananda; so ist das, Ananda! Bei wem denn, Ananda, wenn er nicht töricht, nicht böse, nicht verblendet, nicht verkehrten Denkens ist, sollte Sáriputta nicht Beifall finden? Gelehrt, Ananda, ist Sáriputta. Von großem Wissen, Ananda, ist Sáriputta. Von umfassendem Wissen, Ananda, ist Sáriputta. Von heiterem Wissen, Ananda, ist Sáriputta. Von raschem Wissen, Ananda, ist Sáriputta. Von scharfem Wissen, Ananda, ist Sáriputta. Von eindringendem Wissen, Ananda, ist Sáriputta. Genügsam, Ananda, ist Sáriputta. Zufrieden, Ananda, ist Sáriputta. Freund der Einsamkeit, Ananda, ist Sáriputta. Dem Verkehr abgeneigt, Ananda, ist Sáriputta. Energisch, Ananda, ist Sáriputta. Beredt, Ananda, ist Sáriputta. Ein Mahner, Ananda, ist Sáriputta. Ein Tadler der Sünde, Ananda, ist Sáriputta. Bei wem denn, Ananda, wenn er nicht töricht, nicht böse, nicht verblendet, nicht verkehrten Denkens ist, sollte Sáriputta nicht Beifall finden?"
 

5. Da nun begab sich der Devaputta Susíma, *f269) wie der Lobpreis des ehrwürdigen Sáriputta verkündet wurde, von einer großen Gefolgschaft von Devaputtas umgeben, dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, trat er zur Seite.

 
6. Zur Seite stehend sprach dann der Devaputta Susíma zu dem Erhabenen also:

 
7. "So ist das, Erhabener; so ist das, Pfadführer! Bei wem denn, Herr, wenn er nicht töricht, nicht böse, nicht verblendet, nicht verkehrten Denkens ist, sollte der ehrwürdige Sáriputta nicht Beifall finden? Gelehrt, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta usw. usw. (-3).... Ein Tadler der Sünde, Herr, ist der ehrwürdige Sáriputta. Bei wem denn, Herr, wenn er nicht töricht, nicht böse, nicht verblendet, nicht verkehrten Denkens ist, sollte der ehrwürdige Sáriputta nicht Beifall finden?"

 
7. Da nun ließ die Devaputtagefolgschaft des Devaputta Susíma, wie der Lobpreis des ehrwürdigen Sáriputta verkündet wurde, zufriedenen Herzens und erfreut, aus Wonne und Wohlgefühl entstandene mannigfaltige Farbenglanzerscheinungen *f270) sehen.
 

8. Wie nämlich ein Berylljuwel, ein schönes, edles, achtkantiges, wohlgeschliffenes, wenn es auf einem weißen Wolltuch niedergelegt ist, glänzt und glüht und funkelt, so ließ die Devaputtagefolgschaft des Devaputta Susíma, wie der Lobpreis des ehrwürdigen Sáriputta verkündet wurde, zufriedenen Herzens und erfreut, aus Wonne und Wohlgefühl entstandene mannigfaltige Farbenglanzerscheinungen sehen.

 
9. Wie nämlich ein Halsschmuck aus Edelgold, *f271) von einem geübten Goldschmied geschickt poliert, *f272) wenn er; auf einem weißen Wolltuch niedergelegt ist, glänzt und glüht und funkelt, so ließ die Devaputtagefolgschaft des Devaputta Susíma, wie der Lobpreis des ehrwürdigen Sáriputta verkündet wurde, zufriedenen Herzens und erfreut, aus Wonne und Wohlgefühl entstandene mannigfaltige Farbenglanzerscheinungen sehen.

 
10. Wie nämlich während der Zeit des Lichtwerdens der Nacht der Morgenstern *f273) glänzt und glüht und funkelt, so ließ die Devaputtagefolgschaft des Devaputta Susíma, wie der Lobpreis des ehrwürdigen Sáriputta verkündet wurde, zufriedenen Herzens und erfreut, aus Wonne und Wohlgefühl entstandene mannigfaltige Farbenglanzerscheinungen sehen.

 
11. Wie nämlich in der Herbstzeit, wenn der Himmel, vom Gewölke frei, durchgebrochen ist, *f274) die Sonne, den Luftraum erhellend *f275) und alles am Firmament befindliche Dunkel vernichtend, glänzt und glüht und funkelt, so ließ die Devaputtagefolgschaft des Devaputta Susíma, wie der Lobpreis des ehrwürdigen Sáriputta verkündet wurde, zufriedenen Herzens und erfreut, aus Wonne und Wohlgefühl entstandene mannigfaltige Farbenglanzerscheinungen sehen.

 
12. Da nun sprach der Devaputta Susima mit Bezug auf den ehrwürdigen Sáriputta zu dem Erhabenen die folgende Strophe:

"Als gelehrt anerkannt ist Sáriputta, der zornlose,
Der genügsame, gütige, gezügelte, der Weise, der durch des Meisters Lobpreis geziert ist.." *f276)

 
13. Da nun antwortete der Erhabene mit Bezug auf den ehrwürdigen Sáriputta dem Devaputta Susíma mit der Strophe;

"Als gelehrt anerkannt ist Sáriputta, der zornlose,
Der genügsame, gütige, gezügelte, er wartet auf die Zeit, ein wohl gezügelter Arbeitsmann." *f277)




*f268) Vgl. zu der Stelle unten 8.7.6. sowie andere Parallelen wie M. III. 25. Im Kommentar werden die einzelnen Attribute in scholastischer Weise ausführlich erklärt.



*f269) Nach dem Kommentar I. 146.16 war Susíma in seiner letzten Existenz ein Schüler (saddhivihárika) des Sáriputta gewesen.



*f270) P. uccávacá vannanibhá, im Kommentar (I. 1473) mit nánávidhá vanná ca vannanibhá erklärt. Von der Lichterscheinung der Devatás und der Devaputtas ist ja oft die Rede: sie erhellt die Nacht. In solchen Momenten froher Ekstase nun leuchten sie, wie der Kommentar sagt, ganz besonders hell in gelben, roten und blauen Farben.



*f271) P. jambonada = skr. jámbúnada. Der Kommentar bringt das Wort mit dem Namen der Jambufrucht (Rosenapfel) und nadí "Fluß" zusammen.



*f272) Ich lese dakkhakammakárena sukusálám (Adv.) sampahattham.



*f273) Aus unserer Stelle geht wohl klar hervor, daß osadhítáraka den Morgenstern bezeichnet. Auch Vimanavatthu 9.1 wird der Lichtglanz einer Devatá dem jenes Sternes verglichen. Der Akk. paccúsamayam ist ein solcher der Zeitdauer.



*f274) Buddhaghosa (Komm. I. 147.11) ist der Stelle und der Satzkonstruktion nicht gerecht geworden. Vigatavaláhake ist adjektivisches Kompos., muß also zu dem folgenden deve (Komm. richtig = ákáse) gehören. Dann kann aber viddhe unmöglich = dúríbhute sein. Vielmehr muß viddhe deve Lok. abs. sein und viddha kann nur "der (durch die Wolken) hindurchgebrochen ist" bedeuten. Parallelstellen sind Dígha II. 183, Majjh. I. 317. Vgl. auch Vin.I. 3.22 viddham vigatavaláhakam devam viditvá.



*f275) Der Komm. gibt abbhussukkamáno durch abhilanghanto "hinaufsteigend" wieder. Das ist unrichtig. Wir müssen auf sukka = skr. sukla "weiß, licht" zurückgehen.



*f276) P. satthuvannnábhato. Die Deutung im Kommentar (I. 147.19) satthárá ábhatavanno ist schwerlich befriedigend. Für die von mir angenommene Bedeutung "geschmückt, geziert" für ábhata (skr. ábhrta) ist auf ábharana "Schmuck" zu verweisen.



*f277) Der Gedanke ist nach dem Komm. I 148.1 - folgender: Einer, bei dem die weltlichen Einflüsse vernichtet sind, ein khínásava, hängt weder am Leben, noch sehnt er den Tod herbei. Er wartet auf die ihm beschiedene Zeit ins Nirvana einzugehen so ruhig, wie ein Arbeitsmann auf seinen Lohn. Der gleiche Gedanke ist mit fast gleichen Worten ausgesprochen Theragáthá 606.




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