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Samyutta Nikáya

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  • 3. Kosala-Samyutta - Von den Kosala
    • 1-10 Pathama vagga - Der erste Abschnitt
      • S.3.7. Gericht
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S.3.7. Gericht

Nach dem Komm. I. 163.15 liegt den Worten in 2 eine bestimmtes Vorkommnis zu Grunde: "Eines Tages saß der König zu Gericht. Die anwesenden Beamten, die zuvor bestochen worden waren, sprachen den Besitz solchen zu, die nicht die Besitzer waren. Der König, der das merkte, dachte: In meiner, des Herrschers Gegenwart, handeln diese Leute so, was werden sie da erst hinter meinem Rücken tun? Jetzt soll mein Senápati Vidúdabha (so auch Majjhima II. 110-11) mit seiner Würde sich sehen lassen. Was soll mir damit gedient sein, wenn ich mit Leuten dieser Art zusammen sitze?" - Das steht nun in Widerspruch mit dem Bericht des - Játakabuches (IV. 150), auf den Mrs. Rhys Davids hingewiesen hat. Vidúdabha ist hier der Sohn des Kosalakönigs, dagegen wird an der angeführten Stelle von seinem Senápati Bandhula erzählt, daß er an des Königs Stelle die Rechtsprechung übernahm und gewissen Übelständen ein Ende machte.
 

1. Zur Seite sitzend sprach da der König Pasenadi, der Kosala, zu dem Erhabenen also:

2. "Wenn ich da, Herr, zu Gericht sitze, sehe ich großmächtige Edelleute, großmächtige Brahmanas, großmächtige Hausväter, wohlhabende, reiche, begüterte, die viel Gold und Silber, viel Vermögensunterhalt, viel Geld und Geldeswert besitzen, wie sie sinnlicher Genüsse wegen, um sinnlicher Genüsse willen, zur Erzielung sinnlicher Genüsse bewußt lügnerisch reden. Da, Herr dachte ich also: Genug jetzt mit meiner Rechtsprechung. Mein trefflicher Freund *f310) soll jetzt mit seiner Rechtsprechung sich hervortun."

3. "Die großmächtigen Edelleute, o Großkönig, die großmächtigen Bráhmanas, die großmächtigen Hausväter, die wohlhabenden, reichen, begüterten, die viel Gold und Silber, viel Vermögensunterhalt, viel Geld und Geldeswert besitzen, wenn sie sinnlicher Genüsse wegen, um sinnlicher Genüsse willen, zur Erzielung sinnlicher Genüsse bewußt lügnerisch reden, so wird das ihnen lange Zeit zu Unheil und Leiden gereichen.

4. Die da Wohlgefallen finden an den Freuden sinnlicher Lust,
gierig nach sinnlichen Genüssen, an sie gefesselt:
Die merken ihren Fehltritt nicht,
(so wenig) wie die Fische die ausgelegte Reuse.
Später wird's ihnen schmerzlich; denn die Folgen davon sind übel."




*f310) P. bhadramukha "dessen Antlitz glückbringend ist". Das Wort wird mehrfach als freundschaftliche Anrede gebraucht; hier als Subj. in einem Satz, dessen Verb. in der 3. Person steht.




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