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Samyutta Nikáya

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  • 4. Mára-Samyutta - Vom Mára
    • 11-20 Dutiya vagga - Zweiter Abschnitt
      • S.4.18. Amosenspeise
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S.4.18. Amosenspeise

 
1. Einstmals weilte der Erhabene im Gebiet der Magadhas, in dem Brahmanendorfe Pañcasálá.

2. Zu jener Zeit aber fanden in dem Brahmanendorfe Pañcasálá die (Festlichkeiten der) Gastgeschenke *f420) der jungen Leute statt.

3. Da nun kleidete sich der Erhabene zur Vormittagszeit an, nahm Almosenschale und Obergewand und ging, Almosen zu sammeln, in das Brahmanendorf Pañcasálá.

4. Zu jener Zeit aber waren die brahmanischen Hausväter von Pañcasálá von Mára, dem Bösen, besessen: der Samana Gotama soll keine Almosenspeise bekommen.

5. Da nun kehrte der Erhabene so wie er mit reiner Almosenschale das Bráhmanendorf Pañcasálá Almosen zu holen betreten hatte, mit reiner Almosenschale wieder zurück.

6. Da nun begab sich Mára, der Böse, dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem er sich dorthin begeben hatte, sprach er zu dem Erhabenen also: "Hast du auch, Samana, Amosenspeise erhalten?"

7. "Du hast es ja, du Böser, so gemacht, daß ich keine Almosenspeise erhalten sollte." 8. "Darum soll denn, Herr, der Erhabene zum zweiten mal in das Bráhmanendorf Pañcasálá gehen; ich werde es so machen, daß der Erhabene Almosenspeise erhalten wird."

9. (Der Erhabene:)

"Üble Wirkung *f421) hat Mára erzeugt, feindlichen Angriff auf den Tathágata.
Meinst du etwa, du Böser, daß deine Sünde keine Frucht trüge? *f422)
Gar glücklich wahrlich leben wir, denen nichts zu eigen ist,
Von der Freude werden wir uns nähren wie die Ábhassaradevas. *f423)

 10. Da merkte Mára, der Böse: es kennt mich der Erhabene, es kennt mich der Führer auf dem Heilspfad, und verschwand auf der Stelle leidvoll und betrübt.




*f420) P. páhunakáni von páhunaka "Gast". Es handelt sich um ein volkstümliches Fest; bei dem nach dem Komm. I. 209.12 die jungen Burschen und die Mädchen, offenbar wie sie Wohlgefallen an einander gefunden, sich gegenseitig Geschenke, Blumen und Süßigkeiten, zuschickten. Mrs. Rhys Davids hat darauf hingewiesen, daß die unserem Sutta zu grunde liegende Geschichte auch Dhammapadatthakathá III. 257 erzählt wird zur Erklärung des Verses 200, der dem zweiten Vers unseres Sutta entspricht.



*f421) P. apuññam, wtl. "Nichtverdienst". Die Einwohner von Pañcasálá sind von Mára um das Verdienst gebracht worden, das sie durch Spende von Almosenspeise an den Buddha sich erworben hätten.



*f422) Ich verstehe die Worte na me pápam vipaccati als Oratio recta, von Mára gesprochen. Am Schluß fehlt iti des Verses wegen.



*f423) Über diese Götterklasse (skr. ábháisvara) s. Kirfel, Kosmographie der Inder S. 143, 192.






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