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Samyutta Nikáya

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  • 5. Bhikkhuní-Samyuttas - Von den Bhikkhunis
      • S.5.1. Álaviká
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S.5.1. Álaviká

 

1. Also habe ich vernommen.

Einstmals weilte der Erhabene in Sávatthí, im Jetahaine, im Parke des Anáthapindika.

2. Da nun kleidete sich die Bhikkhuní Álavikás (*1) zur Vormittagszeit an, nahm Almosenschale und Obergewand und ging, Almosen zu sammeln, nach Sávatthí. Nachdem sie in Sávatthí ihren Almosengang beendigt hatte, begab sie sich nach der Mahlzeit, vom Almosengang zurückgekehrt, dorthin, wo sich der Andhawald (*2) befand, nach Absonderung verlangend.

3. Da nun begab sich Mára, der Böse, in dem Wunsche, bei der Bhikkhuní Álaviká Angst, Zittern, Hautschaudern hervorzurufen und sie von der Absonderung abzubringen, dorthin, wo sich die Bhikkhuni Álaviká befand. Nachdem er sich dorthin begeben hatte, redete er die Bhikkhuní Álaviká mit der Strophe an:

 

"Es gibt kein Entkommen (*3) in der Welt, was willst du erreichen mit der Absonderung?

Genieße die Wonnen der sinnlichen Genüsse, damit du's nicht später bereust."

 

4. Da nun kam der Bhikkhuní Álaviká dieser Gedanke: "Was für ein Mensch oder Nichtmensch spricht denn da die Strophe?

 

5. Da nun kam der Bhikkhuní Álaviká dieser Gedanke: "Mára, der Böse ist es, der in dem Wunsche, bei mir Angst, Zittern, Hautschaudern hervorzurufen und mich von der Absonderung abzubringen, die Strophe spricht."

 

6. Da nun wußte die Bhikkhuní Álaviká, daß das Mára, der Böse, sei, und erwiderte Mára, dem Bösen, mit der Strophe:

 

"Es gibt ein Entkommen in der Welt; mit meiner Erkenntnis habe ich es woht erfaßt.

Du, du Lässiger, du Böser, du kennst diesen Weg freilich nicht.

Sitzpfählen vergleichbar sind die sinnlichen Genüsse;

die Wesensbestandteile sind die Schlägel dafür (*4).

Was du Wonne der sinnlichen Genüsse nennst,

Nichtwonne ist das jetzt für mich geworden".

 

7. Da merkte Mára, der Böse: es kennt mich die Bhikkhuní Álaviká, und verschwand auf der Stelle leidvoll und betrübt.  

(




*1) Álaví ist der mehrfach erwähnte Name einer indischen Stadt (vgl. Játaka I.160, II. 282 usw. und unten 8.1.1). Nach dem Komm. (I. 221 ) war die Bhikkhuní dort geboren. Ihr Name war Selá; denn die in unserem Sutta vorkommenden Strophen finden sich auch unter den Therígáthás (57-59) und werden hier einer Therí dieses Namens zugeschrieben. Noch heute ist es Brauch bei den Bhikkhus in Ceylon, ihrem angenommenen Mönchsnamen den ihres Geburtsortes voranzustellen.

(



*2) "Blindenwald" . Nach dem Komm. (I. 221.3 ff.) führte der Wald seinen Namen davon, daß hier 500 Räuber hausten, die zur Strafe dafür, daß sie den Prediger Yasodhara geblendet hatten, selbst des Augenlichtes beraubt worden waren. Der Wald lag, wie hinzugefügt wird, ein Gávuta (etwa 3.5 km) südlich von Sávatthí.

(



*3) vivekatthikiní. Sie wollte sich der Meditation hingeben.

(



*4) Der Komm. (I. 221.10) gibt nissaranam geradezu durch nibbánam, Nirvana, wieder.






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