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Samyutta Nikáya

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  • 5. Bhikkhuní-Samyuttas - Von den Bhikkhunis
      • S.5.4. Vijayá
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S.5.4. Vijayá

 

In den Therígáthás werden der Vijayá die Strophen 169-174 zugeschrieben. Der Theríg. Komm. S. 159 sagt, Vijayá sei mit der Khemá befreundet gewesen. Als diese in den Orden eintrat, folgte sie ihrem Beispiel.

 

1. Sávatthí ist der Schauplatz.

Da nun kleidete sich die Bhikkhuní Vijayá zur Vormittagszeit an, nahm Almosenschale und Obergewand und ging, Almosen zu sammeln, nach Sávatthí.

 

2. Nachdem sie in Sávatthí ihren Almosengang beendigt hatte, begab sie sich nach der Mahlzeit, vom Almosengang zurückgekehrt, dorthin, wo sich der Andhawald befand, den Tag (dort) zu verbringen. Nachdem sie tief in den Andhawald hinein gegangen, setzte sie sich am Fuße eines Baumes nieder, den Tag (dort) zu verbringen.

 

3. Da nun begab sich Mára, der Böse, in dem Wunsche, bei der Bhikkhuní Vijayá Angst, Zittern, Hautschaudern hervorzurufen und sie von der geistigen Sammlung abzubringen, dorthin, wo sich die Bhikkhuní Vijayá befand. Nachdem er sich dorthin begeben hatte, redete er die Bhikkhuní Vijayá mit der Strophe an:

 

"Du bist jung und schön, und auch ich bin jung und frisch.

Komm, Liebste, wollen wir uns an dem fünffältigen Klang der Musik ergötzen (*1)!"

 

4. Da nun kam der Bhikkhuní Vijayá dieser Gedanke: "Was für ein Mensch oder Nichtmensch spricht denn da die Strophe?

 

5. Da nun kam der Bhikkhuní Vijayá dieser Gedanke: "Mára, der Böse, ist es, der in dem Wunsche, bei mir Angst, Zittern, Hautschaudern hervorzurufen und mich von der geistigen Sammlung abzubringen, die Strophe spricht.

 

6. Da nun wußte die Bhikkhuní Vijayá, daß das Mára, der Böse, sei, und erwiderte Mára, dem Bösen, mit den Strophen:

 

"Anmutige Formen, Töne, Geschmäcke, Gerüche, und Gefühle:

Ich überlasse sie dir, Mára; denn ich habe danach kein Verlangen.

Diese gebrechlichen (*2), hinfälligen Verwesungsleibes

Bin ich müde (*3) und schäme mich seiner.

Ausgetilgt ist der Durst nach sinnlichen Genüssen.

 

Was da Lebewesen sind, die in die Formwelt eingetreten,

oder solche, die in der formlosen Welt verweilen,

Und was da die guten Zustände meditativer Vollkommenheit sind -

überall ist das Dunkel beseitigt (*4)."

 

7. Da merkte Mára, der Böse: es kennt mich die Bhikkhuní Vijayá, und verschwand auf der Stelle leidvoll und betrübt.

(




*1) In den Therígáthás steht die Strophe (139) mit leichter Variante unter denen der Khemá. Bei pañcangikena turiyena ist an die fünf Musikinstrumente zu denken, die ein Orchester bilden: drei Arten von Trommeln, Pauke und Flöte.

(



*2) bhindanena, Komm. I. 224.2 = bhijjanasabhávena. Die ganze Strophe steht mit Varianten (z. B. áturena statt bhindanena) in den Therígáthás unter denen der Khemá (140).

(



*3) attiyámi (v. 1. Theríg. addiyámi) "ich empfinde Schmerz".

(



*4) Der Sinn ist dieser: Vijayá weiß, daß sie eine Erlöste ist. Aller Irrtum ist von ihr genommen (tamo "Dunkel", Komm. = avijjátamo "D. des Nichtwissens"). Sie beherrscht die acht Vollkommenheitszustände (samápattiyo) d. h. die acht Stufen des jhána, der meditativen Versenkung. In der Meditation aber wandert sie durch die höheren Welten und verkehrt mit den dort wohnenden Wesen, in die Welten der Form (rúpaloká mit den rúpúpagá sattá), zu denen die Götter- und Brahmawelten gehören, und in die rein abstrakten Welten der Formlosigkeit (arúpaloká mit den aruppattháyino sattá).






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