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Samyutta Nikáya

IntraText CT - Text

  • 11. Sakka-Samyutta - Von Sakka
    • 11 – 20 Dutiya vagga - Der zweite Abschnitt
      • S.11.14. Der Arme
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S.11.14. Der Arme

1-3. Einstmals weilte der Erhabene in Rájagaha, im Bambushaine, im Kalandakanivápa. Da nun redete der Erhabene die Bhikkhus an: "Ihr Bhikkhus!" "Ja, Herr!" erwiderten die Bhikkhus aufhorchend dem Erhabenen.

 

4-5. Der Erhabene sprach also: "In früherer Zeit einmal, ihr Bhikkhus, lebte hier in Rájagaha ein Mann als ein armer Mensch, als ein bedürftiger Mensch, als ein unglücklicher Mensch.

 

6. Dieser nahm den Glauben an die vom Tathágata verkündete Lehre und Regel an, nahm die Gebote der sittlichen Zucht an, nahm den Unterricht an, nahm die (Forderung der) Freigebigkeit an, nahm die Erkenntnis an.

 

7. Nachdem er den Glauben an die vom Tathágata verkündete Lehre und Regel angenommen hatte, die Gebote der sittlichen Zucht angenommen hatte, den Unterricht angenommen hatte, die (Forderung der) Freigebigkeit angenommen hatte, die Erkenntnis angenommen hatte, wurde er nach dem durch Auflösung des Körpers erfolgten Tode zu glücklicher Existenz in der himmlischen Welt zur Gesellschaft der Távatimsa-Götter wieder geboren. Er überstrahlte die anderen Götter an Schönheit und Herrlichkeit.

 

8. Da aber, ihr Bhikkhus, wurden die Távatimsa-Götter unwillig, murrten und zürnten: 'Sonderbar wahrlich, unpassend wahrlich (*1) (ist es), wie da dieser Göttersohn (*2), der früher, da er ein Dasein als Mensch führte, ein armer Mensch, ein bedürftiger Mensch, ein unglücklicher Mensch gewesen, nach dem durch Auflösung des Körpers erfolgten Tod zu glücklicher Existenz in der himmlischen Welt zur Gesellschaft der Távatimsa-Götter wieder geboren wurde und die anderen Götter an Schönheit und Herrlichkeit überstrahlt.'

 

9. Da nun, ihr Bhikkhus, redete Sakka, der Fürst der Götter, die Távatimsa-Götter an 'Seid nicht unwillig, Verehrte, über diesen Göttersohn. Dieser Göttersohn, Verehrte, hat früher, da er ein Dasein als Mensch führte, den Glauben an die vom Tathágata verkündete Lehre und Regel angenommen, hat die Gebote der sittlichen Zucht angenommen, hat den Unterricht angenommen, hat die (Forderung der) Freigebigkeit angenommen, hat die Erkenntnis angenommen. Nachdem er aber den Glauben an die vom Tathágata verkündete Lehre und Regel angenommen, die Gebote der sittlichen Zucht angenommen, den Unterricht angenommen, die (Forderung der) Freigebigkeit angenommen, die Erkenntnis angenommen, ist er nach dem durch Auflösung des Körpers erfolgten Tod zu glücklicher Existenz in der himmlischen Welt zur Gesellschaft der anderen Götter an Schönheit und Herrlichkeit (*3).'

 

10. Da nun, ihr Bhikkhus, sprach Sakka, der Fürst der Götter, den Távatimsa-Göttern freundlich zuredend, bei dieser Gelegenheit die folgenden Strophen:

 

'Wer unerschütterlichen, festbegründeten Glauben an den Tathágata besitzt,

Und wer die schöne sittliche Zucht übt,

die von den Edlen geliebt ist (*4) und gepriesen,

Und wer freudiges Vertrauen zu der Gemeinde hat und die richtige Anschauung,

Den nennt man nicht arm, nicht vergeblich ist sein Leben:

Darum soll um Glauben und sittliche Zucht,

um freudiges Vertrauen und Schauen der Wahrheit

Der Weise sich bemühen, eingedenk der Lehre des Buddha."

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*1) S. 6. 14. 10 mit der Note.

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*2) devaputta. Vgl. oben S. 72 die Vorbemerkungen zu 2. 1.

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*3) Der Komm. I. 409-411 erzählt hier die Vorgeschichte des Göttersohnes. Dieser war vor der Lebenszeit des Buddha in Benares König gewesen. Da er aber einmal einem Paccekabuddha nicht die gebührende Achtung bezeugte, wurde er in der Hölle wiedergeboren. Nachdem er hier seine Zeit verbüßt, kam er in Rájagaha zur Welt als Sohn von armen Leuten, mit Aussatz behaftet, große Schmerzen erduldend. Hier nun hörte er einmal eine Predigt des Buddha, wurde gläubig und erreichte die erste Stufe auf dem Heilspfad, die des sotápanna (s. Bd. 2, S. 68). Eine umherschweifende Kuh brachte ihn ums Leben, und nun wurde er um seines Glaubens willen im Himmel wiedergeboren.

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*4) ariyakantam (so ist zu lesen!) = skr. áryakántam.






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