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Samyutta Nikáya IntraText CT - Text |
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S.12.40. Das Denken (3)
1. Ort der Begebenheit: Sávatthí.
2. "Was einer denkt, ihr Bhikkhus, und was er beabsichtigt, und wobei er verharrt, damit entsteht eine Grundlage für den Bestand des Bewußtseins. Wenn eine Grundlage vorhanden ist, so tritt Fortdauer des Bewußtseins ein.
3. Wenn das Bewußtsein fortbesteht und zunimmt, so tritt Hinneigung *f120) (zu den Dingen) ein. Wenn Hinneigung vorhanden ist, so entsteht Kommen und Gehen. Wenn Kommen und Gehen vorhanden ist, so entsteht Ausscheiden und Wiedererstehen. Wenn Ausscheiden und Wiedererstehen vorhanden ist, so entstehen für die Zukunft Geburt, Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und Verzweiflung. Auf solche Art kommt der Ursprung der ganzen Masse des Leidens zustande.
4. Wenn einer aber nicht denkt, ihr Bhikkhus, und nichts beabsichtigt, aber doch (bei den Dingen) verharrt, so entsteht damit eine Grundlage für den Bestand des Bewußtseins. Wenn eine Grundlage vorhanden ist, so tritt Fortdauer des Bewußtseins ein.
5. Wenn das Bewußtsein fortdauert und zunimmt, so tritt Hinneigung (zu den Dingen) ein. Wenn Hinneigung vorhanden ist, so entsteht Kommen und Gehen. Wenn Kommen und Gehen vorhanden ist, so entsteht Ausscheiden und Wiedererstehen. Wenn Ausscheiden und Wiedererstehen vorhanden ist, so entsteht für die Zukunft Geburt, Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und Verzweiflung. Auf solche Art kommt der Ursprung der ganzen Masse des Leidens zustande.
6. Wenn einer aber nicht denkt, ihr Bhikkhus, und nichts beabsichtigt und auch nicht (bei den Dingen) verharrt, so entsteht damit keine Grundlage für den Bestand des Bewußtseins. Wenn keine Grundlage vorhanden ist, so tritt Fortdauer des Bewußtseins nicht ein.
7. Wenn das Bewußtsein nicht fortdauert und nicht zunimmt, so tritt keine Hinneigung (zu den Dingen) ein. Wenn keine Hinneigung vorhanden ist, so entsteht kein Kommen und Gehen. Wenn Kommen und Gehen nicht vorhanden ist, so entsteht kein Ausscheiden und Wiedererstehen. Wenn Ausscheiden und Wiedererstehen nicht vorhanden ist, so werden für die Zukunft Geburt, Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und Verzweiflung aufgehoben. Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des Leidens zustande."
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*f120) P. nati. Der Kommentar (II. 92.9) erläutert den Begriff durch tanhá "Durst" und fügt hinzu: "denn dieser wird ,Hinneigung' genannt wegen seines Hinneigens zu lieben Formen (piyarúpesu) und den sonstigen Sinnesobjekten". |
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