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Samyutta Nikáya

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  • 20. Opamma-Samyutta - Gleichnisse
      • S.20.7. Die Trommel
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S.20.7. Die Trommel

 

1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im Kloster des Anáthapindika.

 

2. "In alter Zeit, ihr Mönche, besaß (der Stamm der) Dasáraher *f22) eine Kesseltrommel, 'der Rufer *f23)' genannt.

 

3. Wenn nun diese 'Rufer'-Trommel Sprünge bekam *f24), so fügten die Dasáraher stets einen neuen Pflock ein. Es kam nun die Zeit, ihr Mönche, wo der alte Trommelkasten *f25) ganz geschwunden war und nur die Reihe von Pflöcken übrig blieb.

 

4. So wird es auch in künftiger Zeit mit den Mönchen sein.

 

5. Jene vom Vollendeten gesprochenen Texte (suttanta), die tiefen, tiefsinnigen, überweltlichen, die von der Leerheit handelnden: wenn diese vorgetragen werden, nicht hören sie da aufmerksam hin, nicht schenken sie Gehör, nicht wecken sie in sich den Wunsch, sie zu verstehen, nicht halten sie es für nötig, diese Dinge zu lernen und sich einzuprägen.

 

6. Jene Texte (suttanta) aber, die von Dichtern verfaßt sind, Verswerke, die schön klingenden *f26), von fremder (d.i. nicht-buddhistischer) Herkunft, von den Jüngern (anderer) gesprochen - wenn diese vorgetragen werden, dann hören sie aufmerksam hin, schenken Gehör, wecken in sich den Wunsch, sie zu verstehen, halten es für nötig, diese Dinge zu erlernen, sich einzuprägen. In solcher Weise wird es dann eben zum Verschwinden jener vom Vollendeten gesprochenen Texte kommen, der tiefen, tiefsinnigen, überweltlichen, der von der Leerheit handelnden.

 

7. Daher, ihr Mönche, sollt ihr euch darin üben: 'Jene vom Vollendeten gesprochenen Texte, die tiefen, tiefsinnigen, überweltlichen, die von der Leerheit handelnden wenn diese vorgetragen werden: aufmerksam wollen wir dann hinhören und Gehör schenken, wollen den Wunsch in uns wecken, sie zu verstehen, und wollen es (wohl) für nötig halten, diese Dinge zu erlernen und uns einzuprägen.' So, ihr Mönche, sollt ihr euch üben."

 

 




*f22) Dasárahá, d.i. diejenigen, 'denen ein Zehntel gebührt'. Lt. Komm. ist es der Name eines Adelsstammes, der auf ein Zehntel der Ernte des ihm abgabepflichtigen Landgebietes Anspruch hatte.



*f23) ápaka (von áná, Befehl); eine mythische Trommel, deren Geschichte im Komm. erzählt wird. Die Wiedergabe des folgenden Abschn. 3 ist unsicher, da verschiedene Lesarten vorliegen und die Bedeutung der Ausdrücke für die Trommelteile nicht ganz gesichert ist.



*f24) Vorgezogen wurde die Lesart phalite aus singhal. und siam. Textausgaben. PTS hat ghatike, falsch für ghatite (Bu.), 'angeschlagen'.



*f25) pokkhara-phalakam; Komm. sagt, daß durch diesen Verlust der Trommelton selbst in der Halle kaum hörbar war. Vielleicht handelt es sich hier um den Rahmen, der das Trommelfell festhält.



*f26) Wörtl.: 'mit schönen Vokalen und schönen Konsonanten'






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