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Samyutta Nikáya

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  • 22. Khandha-Samyutta - Die Daseinsgruppen
      • S.22.47. Betrachtung
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S.22.47. Betrachtung

(Übers. v. Neumann LS IV, S. 637.)

 

1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im Kloster des Anáthapindika.

 

2. Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" - "Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

 

3. "Diejenigen Asketen und Priester, die Mannigfaches als das Selbst betrachten, alle diejenigen betrachten (eben nur) die fünf Gruppen des Anhangens (als das Selbst) oder eine von ihnen.

 

4. Welche fünf? Es ist da, ihr Mönche, ein unerfahrener Weltmensch...; der betrachtet die Körperlichkeit als das Selbst oder das Selbst als Körperlichkeit besitzend oder die Körperlichkeit als im Selbst oder das Selbst als in der Körperlichkeit. Er betrachtet das Gefühl - die Wahrnehmung - die Gestaltungen - das Bewußtsein als das Selbst oder das Selbst als (Gefühl...) Bewußtsein besitzend oder das Bewußtsein als im Selbst oder das Selbst als im Bewußtsein. Bei solcher Betrachtung schwindet ihm nicht *f89) (die Einstellung des) 'Ich bin *f90)'.

 

5. Wenn ihm aber, ihr Mönche, (die Einstellung des) 'Ich bin' nicht geschwunden ist, so kommt es zur Bildung der fünf Sinnesfähigkeiten *f91), nämlich der Sinnesfähigkeit des Gesichts, des Gehörs, des Geruchs, des Geschmacks und des Körpergefühls.

 

6. Es besteht dann, ihr Mönche, Geist *f92), es bestehen Geist-objekte, es besteht das Element 'Nichtwissen *f93)'. Wenn nun ein unerfahrener Weltmensch ein Gefühl empfindet, das entstanden ist aus einem mit Nichtwissen verbundenen Sinneseindruck, dann denkt er: 'Ich bin'. Und er denkt: 'Dies bin ich'; er denkt: 'Ich werde sein'; er denkt: 'Nicht werde ich sein'; er denkt: 'Körperlich werde ich sein'; er denkt: 'Unkörperlich werde ich sein'; er denkt: 'Bewußt werde ich sein'; er denkt: 'Unbewußt werde ich sein'; er denkt: 'Weder bewußt noch unbewußt werde ich sein.

 

7. Es bestehen wohl die fünf Sinnesfähigkeiten, doch wird dabei das Nichtwissen vom erfahrenen, edlen Jünger aufgegeben, und Wissen entsteht. Infolge der Nichtwissensaufhebung und der Wissensentstehung hegt er nicht solche Gedanken: 'Ich bin', 'Dies bin ich', 'Ich werde sein', 'Nicht werde ich sein', 'Körperlich werde ich sein', 'Unkörperlich werde ich sein', 'Bewußt werde ich sein', 'Unbewußt werde ich sein', 'Weder bewußt noch unbewußt werde ich sein'."

 

 




*f89) Lies mit Bu. (Text und Komm.): avigatam; die Lesart adhigatam ('erlangt, erworben') in Siam und PTS ist weniger wahrscheinlich.



*f90) In freier Wiedergabe: ".. schwindet ihm nicht die egozentrische Einstellung", die sich lt. Komm. manifestieren kann in Begehren (tanhá), Dünkel (máno) und falschen Ansichten (ditthi).



*f91) Komm.: Wenn befleckende Leidenschaften (kilesa) da sind, so kommt es, bedingt durch Karma und die befleckenden Leidenschaften, zur (Neu-) Entstehung der fünf Sinnesfähigkeiten.



*f92) Lt. Komm. bezieht sich dies auf das karma-schaffende Bewußtsein.



*f93) Komm.: das Nichtwissen, das im Impulsmoment (eines unheilsamen Bewußtseinsvorgangs) besteht.






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