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Samyutta Nikáya

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  • 22. Khandha-Samyutta - Die Daseinsgruppen
      • S.22.57. In siebenfacher Hinsicht kundig
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S.22.57. In siebenfacher Hinsicht kundig

 

1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im Kloster des Anáthapindika.

 

2. Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" - "Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

 

3. "Ein Mönch, der in siebenfacher Hinsicht kundig ist und nach dreifacher Methode untersucht, der, ihr Mönche, gilt als vollendet, als vollkommen in dieser Lehre und Ordenszucht, als höchster Mensch.

 

4. Wie nun, ihr Mönche, ist ein Mönch in siebenfacher Hinsicht kundig?

 

5. Da, ihr Mönche, kennt der Mönch die Körperlichkeit, er kennt die Entstehung der Körperlichkeit, die Aufhebung der Körperlichkeit, den zur Aufhebung der Körperlichkeit führenden Weg; er kennt den Genuß bei der Körperlichkeit, das Elend bei der Körperlichkeit, das Entrinnen von der Körperlichkeit.

 

6.-9. Er kennt das Gefühl, die Wahrnehmung, die Gestaltungen, das Bewußtsein; er kennt die Entstehung von Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltungen und Bewußtsein, deren Aufhebung, den zu ihrer Aufhebung führenden Weg; er kennt den Genuß beim Gefühl, der Wahrnehmung, den Gestaltungen und beim Bewußtsein, das Elend dabei und das Entrinnen davon.

 

10. Was nun, ihr Mönche, ist die Körperlichkeit? Die vier Grundstoffe und die von den vier Grundstoffen abhängige Körperlichkeit: das, ihr Mönche, nennt man Körperlichkeit. Durch Entstehung der Nahrung kommt es zur Entstehung der Körperlichkeit. Durch Aufhebung der Nahrung kommt es zur Aufhebung der Körperlichkeit. Eben dieser Edle Achtfache Pfad ist der Weg zur Aufhebung der Körperlichkeit, nämlich: Rechte Erkenntnis...

 

11. Was da durch Körperlichkeit bedingt an Glücksgefühl und Freude entsteht, das ist der Genuß bei der Körperlichkeit. Daß die Körperlichkeit vergänglich, leidvoll, wandelbar ist, das ist das Elend bei der Körperlichkeit. Was da hinsichtlich der Körperlichkeit Zügelung der Willensgier, Aufhebung der Willensgier ist, das ist das Entrinnen von der Körperlichkeit.

 

12. All die Asketen und Priester, ihr Mönche, die so die Körperlichkeit, ihre Entstehung, ihre Aufhebung, den zu ihrer Aufhebung führenden Weg erkennend, die den Genuß bei der Körperlichkeit, das Elend bei der Körperlichkeit, das Entrinnen von der Körperlichkeit erkennend, einen Wandel führen, welcher der Abwendung und Entsüchtung von der Körperlichkeit, ihrer Aufhebung dient, diese wandeln recht. Die aber recht wandeln, finden festen Halt in dieser Lehre und Ordenszucht.

 

13. All die Asketen und Priester, ihr Mönche, die so die Körperlichkeit, ihre Entstehung... das Entrinnen von der Körperlichkeit erkennend, aufgrund der Abwendung und Entsüchtung von der Körperlichkeit, aufgrund ihrer Aufhebung ohne Anhaften befreit sind, diese sind ganz befreit. Die ganz befreit sind, sind Vollendete. Die Vollendete sind, für solche kann man keinen Daseins-Kreislauf aufzeigen.

 

14. Was nun, ihr Mönche, ist Gefühl? Diese sechs Gefühls-Gruppen gibt es, ihr Mönche: ... (wie 56.10)

 

15. Was da durch Gefühl bedingt an Glücksgefühl und Freude entsteht, das ist der Genuß beim Gefühl. Daß das Gefühl vergänglich, leidvoll, wandelbar ist, das ist das Elend beim Gefühl. Was da hinsichtlich des Gefühls Zügelung der Willensgier, Aufgeben der Willensgier ist, das ist das Entrinnen vom Gefühl.

 

16.-17. (entsprechend 12-13, einzusetzen ist 'Gefühl')

 

18. Was nun, ihr Mönche, ist Wahrnehmung? Diese sechs Wahrnehmungs-Gruppen gibt es, ihr Mönche: ... (wie 56. 13)

 

19. Was da durch Wahrnehmung bedingt an Glücksgefühl und Freude entsteht, das ist der Genuß bei der Wahrnehmung. Daß die Wahrnehmung vergänglich, leidvoll, wandelbar ist, das ist das Elend bei der Wahrnehmung. Was da hinsichtlich der Wahrnehmung Zügelung der Willensgier ist, Aufgeben der Willensgier, das ist das Entrinnen von der Wahrnehmung.

 

20.-21. (entsprechend 12-13, einzusetzen ist 'Wahrnehmung')

 

22. Was nun, ihr Mönche, sind die Gestaltungen? Diese sechs Willens-Gruppen gibt es, ihr Mönche: ... (wie 56.16)

 

23. Was da durch Gestaltungen an Glücksgefühl und Freude entsteht, das ist der Genuß bei den Gestaltungen. Daß die Gestaltungen vergänglich, leidvoll, wandelbar sind, das ist das Elend bei den Gestaltungen. Was da hinsichtlich der Gestaltungen Zügelung der Willensgier, Aufgeben der Willensgier ist, das ist das Entrinnen von den Gestaltungen.

 

24.-25. (entsprechend 12-13, einzusetzen ist 'Gestaltungen')

 

26. Was nun, ihr Mönche, ist das Bewußtsein? Diese sechs Bewußtseins-Gruppen gibt es, ihr Mönche: ... (wie 56. 19)

 

27. Was da durch Bewußtsein an Glücksgefühl und Freude entsteht, das ist der Genuß beim Bewußtsein. Daß das Bewußtsein vergänglich, leidvoll, wandelbar ist, das ist das Elend beim Bewußtsein. Was da hinsichtlich des Bewußtseins Zügelung der Willensgier, Aufgeben der Willensgier ist, das ist das Entrinnen vom Bewußtsein.

 

28.-29. (entsprechend 12-13, einzusetzen ist 'Bewußtsein')

 

30. So, ihr Mönche, ist ein Mönch in siebenfacher Hinsicht kundig.

 

31. Wie nun, ihr Mönche, untersucht ein Mönch nach dreifacher Methode? Da, ihr Mönche, untersucht der Mönch im Hinblick auf die Elemente, er untersucht im Hinblick auf die Sinnes-Grundlagen, er untersucht im Hinblick auf die Bedingte Entstehung. So, ihr Mönche, untersucht ein Mönch nach dreifacher Methode.

 

32. Ein Mönch, der in siebenfacher Hinsicht kundig ist und nach dreifacher Methode untersucht, der, ihr Mönche, gilt als vollendet, als vollkommen in dieser Lehre und Ordenszucht, als höchster Mensch."

 

 

 

Diese Lehrrede ist, lt. Komm., ein Lobpreis des triebversiegten Heiligen (und dessen wirklichkeitsgemäßer Betrachtungsweise) und war vom Erhabenen beabsichtigt als ein Ansporn zur Nachfolge, insbesondere für die 'Schulungsergebenen' (sekha), d.i. die In-den-Strom-Eingetretenen (sotápanna) usw. Komm. sagt ferner: "Bei welchem Objekt auch immer der Heilige in dessen regelmäßiger Betrachtung verweilt (satata-vihára), er weiß davon, daß da kein beharrendes Wesen ist, keine beständige Persönlichkeit. Es sind vielmehr lediglich Elemente (dhátu; die 18), Sinnengrundlagen (áyatana; innere und äußere) und (ein Ablauf der) Bedingten Entstehung (papcca-samuppáda)."

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