10-grabe | graue-sehen | sehne-zwisc
Fettdruck = Main text
Akt Grau = Kommentar
1001 2 | ungeliebt hinab.~Liebes sehnen,~Kindes Thränen~Folgen,
1002 1 | Zum Sieg! zum Sieg! zum Seig!~| Guilbert: [mit Begeisterung:]~|
1003 | Seit
1004 1 | Flamme bricht von allen Seiten herein.~Der Thurm stürzt
1005 2 | fand;~[Zu Guilbert:]~Sprich selber, Guilbert, sprich: in welchem
1006 3 | Gott, verlaß mich nicht,~Sende deine Hülfe, Amen.~[Pause.]~
1007 2 | Und Blumen und Blüthen sie senden empor~Zum Himmel die würzigen
1008 1 | Tuck:~Der Barfüßler Mönch seome Zelle verließ~Ora pro nobis.~
1009 per| royal heralds and soldiers - servants - squires - Templars - Norman
1010 per| Wamba, jester in Cedric's service (tenor) ~Lokslei, captain
1011 per| of knights and people] ~Setting: Yorkshire, England. 1194. ~
1012 2 | Schwerste, ich vollbringen.~Setze kühn mein [ das, score]
1013 3 | Schwerdt auf Guilberts Brust setzend.]~Bekenne oder stirb!~Beaumanoir:~
1014 1 | rund und muß sich drehn. ~Seufzen und Klagen und Wüthen und
1015 1 | Ritter droht. ~Rowena:~| Sicher ist sein Knecht, sein Schwerdt. ~
1016 1 | Eure Genesung hemmt es sicherlich,~Wenn Ihr nicht Ruh' euch
1017 1 | Bald sollt Ihr mich mit sichrer Kunde sehen! ~Ivanhoe:~Doch
1018 1 | Guilbert:~Ist er Ritter, mag er sicht~In sein Schicksal auch ergeben,~
1019 1 | sei du der Führer uns zum Siege,~/ Sei du der Führer zum
1020 1 | Rebecca: [freudig:]~So siegen Eure [unsre - libr.] Freunde?! ~
1021 1 | werth!~Umstrahlet von des Sieges Glanz,~fleh' ich dann um
1022 3 | Wer ist's, der dort im Siegesglanz,~auf Ptolomais steht?~Wer,
1023 3 | Laßt die Fahnen wallen,~Siegeslieder schallen,~Zu des Königs
1024 2 | nun des Volkes Glück,~Dem Sieggekrönten mehr,~Vergönnt ist dir dich
1025 3 | Laß die Fahnen wallen,~Siegslieder schallen,~Zu des Königs
1026 3 | dich nicht. ~Guilbert:~Sieh, erschein' ich in den Schranken,~
1027 1 | Dein theures, ehrwürd'ges Silber-Haupt~Mit kindlichen Thränen noch
1028 1 | lacht unmäßig fort.] ~Tuck singt diesen Vers in steigender
1029 3 | die Schatten,~Immer tiefer sinkt die sonne;~Wenige Minuten
1030 1 | täuchen mich meine fünf Sinne nicht sehr,~So kommen der
1031 2 | freventlich~Je auf Böses sinnet!~Angst befällt die Sünder
1032 1 | Dich... ~Bracy:~Du bist Sir Guilbert, tapfres Schwerdt! ~
1033 2 | Locksly: [Lokslei in score]~Sire, deines Bruders Ungerechtigkeit~
1034 1 | Barfüßler Mönch wird euch öffnen sogleich,~Ora pro nobis.~[Gleich.
1035 1 | der Welt~und mit dem edlen Sohne. ~Cedric:~Ha bei dem Blut
1036 3 | laut.~Rie wird sie meines Sohnes Braut!~Der König spricht
1037 | solche
1038 1 | Mir bricht as Herz bei solchem Worte. ~Ivanhoe: [freundlicher:]~
1039 per| vassals - royal heralds and soldiers - servants - squires - Templars -
1040 2 | ich dich dem Feinde geben sollen,~Und sterben willst du lieber,
1041 per| von Ivanhoe, his banished son (tenor) ~Rowena von Hargottstandstede,
1042 2 | Chor.~[In the libretto, the song is given to Wamba. ] ~Tuck:~
1043 2 | Ehre,~Der Herr allein ist Sonn' und Schild.~Beaumanoir:~
1044 per| Hargottstandstede, his ward (sopran) ~Lucas de Beaumanoir, Grandmaster
1045 per| s daughter, the Jewess (soprano) ~Albert Malvoisin, Preceptor
1046 2 | Verscheuchet die nächtlichen Sorgen.~Mit Perl und Demanten besä'
1047 1 | Geliebte, dein:~| Deiner Liebe sorgend Walten,~| Wird des Ritters
1048 3 | Zier;~Wir harren bis zum spät'sten Abendroth,~Der Sonne
1049 1 | Schulter wohl Bogen und Speiß,~Ora pro nobis.~Die Rehe
1050 2 | erriche, keines Schwertes Spitze~Die Lilienhait verletze!
1051 2 | auf! Laßt uns das Urtheil sprechen:~Sie sterbe in des Scheiterhaufens
1052 2 | Lüge? Sprich! ~Guilbert: [sprechend:]~Das Blatt! Das Blatt! ~
1053 2 | Orden ein ?~Ihr ritter, sprechet: Wer?~Chor der Templer:~
1054 1 | in Rotherwood Euch lebt.~Sprecht bei mir ein,~Wer von Euch
1055 2 | kluft,~Reh' und Hirsche springer auf,~Jäger nach in vollem
1056 3 | die holde Zauberin;~Sie springt vom höchsten Thurm hinab,~
1057 3 | verschmähest meine Liebe!~Stolze Spröde! (Nun wohlan!)~Nur der Rache
1058 2 | Zauberin !~Rebecca:~Ich ford're Spruch durch Gottes Stimme~Heir
1059 1 | drehn,~Das ist des Narren Sprüchelein und bist du klug,~So stimmst
1060 1 | Vorsprung am Thurm]~Ein Sprung und ich bin frei. ~Guilbert:~
1061 per| and soldiers - servants - squires - Templars - Norman and
1062 1 | sich kund giebt. Es pocht stärker.] ~Dem täuchen mich meine
1063 2 | Beaumanoir:~Du, Tochter eines Stammes, der verworfen ist,~Wiß,
1064 2 | dich!~Bei dem Ruhme deines Standes,~Den du schändes, Frevler!
1065 1 | Gefahr.~| Der Sachsenheld ist start im Feld~| Wie Hengist und
1066 | Statt
1067 1 | der Feind an jener Seite stehen.~| Chor der Sachsen: [hinter
1068 3 | zeigen,~Unvertheidigt mußt du steigen,~Ärmste, in den Flammentod.~
1069 1 | Tuck singt diesen Vers in steigender Verlegenheit und Seelenangst
1070 1 | Rebecca~Nicht von der Stelle!~[Trotz sei dir - not in
1071 3 | schallt des Königs Name her,~Stellt sich das Volkzu tapfrer
1072 3 | Wir harren bis zum spät'sten Abendroth,~Der Sonne Scheiden
1073 2 | mir Armen nimmer,~Und ich sterb' fü immer.~Da noch einmal
1074 1 | schrechklicher Schimmer,~Der Sterbenden banges Gewimmer,~Der Feinde
1075 2 | Freundlich mir ein schöner Stern,~Aus der finstern Nacht
1076 2 | heimlich sagen:~| Nun Liebchen, stille deine Klagen~| Ich werde
1077 2 | der blut'ge Lorbeer Kranz,~Stillen nicht des Herzens Triebe.~
1078 1 | edler Mann!~Geziemt's in stiller Demuth Euch zuehren,~[stolz:]
1079 1 | Sprüchelein und bist du klug,~So stimmst du ein, s'wird besser gehn,~
1080 3 | Brust setzend.]~Bekenne oder stirb!~Beaumanoir:~Halt ein! er
1081 2 | es nicht gegeben!~Und so stirbt dahin mein Leben,~Freudlos,
1082 3 | Ptolomais steht?~Wer, deßen Stirn der Lorbeerkranz,~Bei Askalon
1083 1 | nobis.~Fort Schlingel! was stört ihr mein frommes Gebet,~
1084 1 | Hölle!~[Hier hilft kein Sträuben - not in score ]~Mein sollst
1085 2 | bei Seite:]~| Gott, du strafest mich gerecht~| Für des Herzens
1086 2 | im Himmel thront,~| Böses strafet, Gutes lohnt,~| Wird der
1087 1 | Bösewicht,~ob der Rache Strafgericht.~All mein Denken, all mein
1088 3 | Schon einen traf der Rache Strahl,~Denn ungestraft läßt Guilbert
1089 2 | Eh' noch der Sonne letzte Strahlen schwinden,~Muß sich ein
1090 2 | zum Gebete das himmelwärts strebt. ~Musik auf dem Theater. ~
1091 1 | das ist doch ein heilloser Streich,~Ora pro nobis. ~[Der Ritter
1092 2 | vor des Volkes Wuth!~Ihr Streiter Gottes! Ehrfurcht dem Gericht!~
1093 1 | Was hente Euch die Götter streng versagen~führt Euch ein
1094 3 | heir König! ich allein,~Und strenger Feind will ich der Willführ
1095 2 | Guilbert:~| Verderben stürmet auf mich ein !~| Ich kann
1096 3 | mein Gebein,~Und Wahnsinn stürmt, ich fühl' es, auf mich
1097 1 | Nahst du nur einen Schritt,~Stürz'ich hinab von dieses Thurmes
1098 1 | Flammen,~Geschwind hinab, nald stüzet es zusammen. ~Ivanhoe:~Wer
1099 1 | Ausweg dort.~[Sie eilt die Stufen zu dem Fenster hinauf.]~
1100 2 | diesem hier.~[Sie wendet such zu Guilbert]~Nur auf dich
1101 2 | In der Mittagssonne Glut,~Suchet man die blaue Fluth,~Frischt
1102 2 | winkt, was ich vergebens~Suchte in dem Drang des Lebens,~
1103 2 | Ungerechtigkeit~Zwang uns, zu süd'gen gegen das Gesetz;~Doch
1104 2 | Rache dies Verbrechen~Und sühnen kann ihn nur den Zaub'rin
1105 1 | Gesetz wie mein's erkennt als Sünde,~Daß Christ und Jüdin jemals
1106 2 | sinnet!~Angst befällt die Sünder hier,~Bleichet die Gesichter,~
1107 3 | Guilbert:~| Nur der Rache sueßem Triebe,~| Weih ich meine
1108 3 | Nun wohlan!)~Nur der Rache süßem triebe,~Weih' ich meine
1109 3 | Er schlang der Eintracht süßes Band,~Das alle Wunden heilt.~
1110 3 | Rebecca:~Ich verachte sund'ge Liebe,~Deiner Rache biet'
1111 3 | werden will ich dir!~doch tadle nicht, wenn ich zuvor dir
1112 3 | Introduction~Chor:~Schlinget frohe Tänze,~windet Blumenkränze,~Freude
1113 1 | Es pocht stärker.] ~Dem täuchen mich meine fünf Sinne nicht
1114 1 | Guilbert:~Erkenne mich! Dich täuschte nicht dein Glauben,~Ich
1115 2 | Rehe, gute Nacht,~Unser Tagwerk, ist vollbracht;~Flur und
1116 1 | meine Hand, nennt er Euch tapfer Freunde, seine Brüder! ~[
1117 3 | Ivanhoe:~Wer ist es, deßen Tapferheit,~Jerusalem uns gab?~Wer
1118 3 | Stellt sich das Volkzu tapfrer Wehr,~Das schlägt den Feind
1119 2 | unser Stolz, ein Fels des Tempels war.~Da steht er, ein beweinenswerther
1120 per| of the establishment of Tempelstowe (speaking role) ~Robert,
1121 2 | Banden der Natur;~Mich dem Templer-Orden weihend~Bittre Reue ward
1122 3 | erschallen,~Daß Berg' und Thäler wiederhallen,~Und freudig
1123 2 | Tod der Schande vor!~Das thatst du mit heil'gem Feuer,~Drum
1124 2 | himmelwärts strebt. ~Musik auf dem Theater. ~Walter:~Die Lady mit Gefolge,
1125 1 | Kampf[e]s mit Euch kann theilen. ~[Der Schwarze Ritter tritt
1126 1 | sein.~Das Recht der Waffen theilte dich mir zu,~dein Herr bin
1127 2 | Drum wirst du mir ewig theurer,~Ich dir treu ergeben sein;~
1128 2 | Guilbert hält solch ein thörichtes Beschulden~Nicht einer Antwort
1129 2 | Er, der hoch im Himmel thront,~| Böses strafet, Gutes
1130 3 | Beding' ich auch, das sie zu thun verspricht,~Was ich begehr'. ~
1131 1 | s Fenster]~| Von diesem Thurme kann man nichts erspähen,~|
1132 1 | Stürz'ich hinab von dieses Thurmes Zinnen!~Zerschmettert soll
1133 1 | enttrinnen!~[Sie erblickt das Thurmfenster: freudig:]~Vielleicht ein
1134 1 | wird von einem Knappen in's Thurmgemach gestoßen. ~Rebecca~Wie bang'
1135 2 | dich [Bad't sich - score] tief versteckt;~Hui! wie plumpt'
1136 3 | Dreimaliger Trompetenstoß.~Tiefe Pause~Kein Kämpfe zeigt
1137 3 | Pregheira~Rebecca:~Herr, aus tiefen Jammernöthen,~Hör' der Seele
1138 3 | stets die Schatten,~Immer tiefer sinkt die sonne;~Wenige
1139 1 | spricht.~| Ach, es füllt im tiefsten Herzen~| mich mit namenlosen
1140 1 | Es durch dringt mein tiefstes Leben~| Freud'ger Hoffnung
1141 2 | libretto, the song is given to Wamba. ] ~Tuck:~Brüder wacht!~
1142 1 | und Klagen und Wüthen und Toben~Mehret den Kummer erschweret
1143 1 | führen.]~Horch! immer lauter tobt des Kampfes Wuth.~Bang tönt
1144 3 | Selbst in der höchsten Todesangst,~Erfüll' ich nicht, was
1145 2 | Rebecca:~Ach! um Eurer Töchter willen~Doch, ihr seid ja
1146 1 | mir ein König selbst sein Töchterlein~und wollt'als seinen Erben
1147 3 | Guilbert:~| Horch! schon tönet die Trompete,~| Ha, dein
1148 1 | Jedwede Schönheit beim Tournier~Verdunkelte ja neben ihr.~
1149 2 | Kreuze des Gewandes,~Das du trägst, beschwör ich dich!~Bei
1150 3 | feiger Wicht!~Schon einen traf der Rache Strahl,~Denn ungestraft
1151 3 | Und doch will ich alles tragen,~Heir zu Füßen schwör' ich'
1152 1 | fern von mir soll ich dir trauen. ~| Guilbert:~| Ja helden
1153 2 | Für des Herzens sünd'ge Treibe,~| Ach, ich fühl's es ist
1154 1 | weiblichen Schönheit zu Füßen,~treibt mich Gefühl und Natur;~doch
1155 2 | allein mein Ohr nur leihend,~Trennt ich mich von allen süßen,~
1156 2 | mir ewig theurer,~Ich dir treu ergeben sein;~Deine Liebe
1157 3 | ihr wohl, wer es war,~Der treü Lieb' verient,~Du glücklich
1158 2 | erfreut:~Frauen Liebe und treuer Sinn,~Häuslich Glück bei
1159 3 | entwenden;~Du wirst nicht triumphiren ünber mich,~Mein Stahl soll
1160 3 | Horch! schon tönet die Trompete,~| Ha, dein Gott befreit
1161 1 | Waffen-klang!~Der Schlacht-Gesang!~Trompeten-Schall!~Und Feindes Fall!~Das ist
1162 3 | rüsten sich zum Kampf.] ~Trompeter blase! Nun wohlan,~In Gottes
1163 1 | Verräther! Zurück! Ich trotze dir!~| Gelobt sei Gott!
1164 2 | Feinde stolze Reih'n~Wie sie trotzen, wie sie dräu'n,~Muthvoll
1165 1 | Mein sollst du bleiben, trozt dem Teufel in der Hölle! ~[
1166 1 | Weich' nicht vor meinem trunken Aug' zurück,~O nenn' dich
1167 1 | zum Ritter, wobei seine Trunkenheit sich kund giebt. Es pocht
1168 3 | Deiner Rache biet' ich Truß,~Folge deinem rohen triebe,~
1169 1 | weckt den Anschen mir;~die Tugend gibt dir nichts,~Selbst
1170 1 | verlaßen!~Verwünscht sei das Turnier und Eure Lust daran.~Verwünscht
1171 1 | Oheim! Statt des glänzenden Turniers,~das Euren alten Stamm mit
1172 3 | beschüßen und Dankbarkeit üben,~Ist jedes ächten Ritters
1173 1 | Rache-Furie gleich,~Folg' ich überall dir nach,~Nicht beachtend
1174 2 | Undankbare!~[in sanfteres Gefühl übergehend:]~Heißgeliebte!~Nicht achtend
1175 1 | mich,~| Der Freude fröhlich überlaßen,~| Was ich auch heut' gewann!~|
1176 1 | zu bedrohn? ~Oswald:~Die Übermacht ist ganz auf ihrer Seite,~
1177 1 | Guilbert:~Ist das mein Dank, du übermüth'ge Schöne,~daß mich dein
1178 1 | auch ich kann stoltz und übermüthig sein.~Das Recht der Waffen
1179 3 | Höllenquallen,~| Deinen Übermuth bezahlen,~| Ha! dein Gott
1180 2 | Wiß, daß der Zauberei du überwiesen bist.~Durch böse Künste
1181 3 | wirst nicht triumphiren ünber mich,~Mein Stahl soll bald
1182 3 | Ritters Pflicht.~[Rowena umarmt Ivanhoe.] ~Richard~Nun wohl,
1183 3 | flammen dunkle Glut,~| Dich umfaßt mit wilder Muth,~| Wenn
1184 3 | euch von liebenden Armen umflochten,~Ich sehe euch glücklich,
1185 2 | Vergnügen nur in deinem Umgang fand;~[Zu Guilbert:]~Sprich
1186 3 | böser Traum, so scheint's, umgaukelt mich.~Rebecca:~Mein Geist
1187 1 | bewachen - score),~Rings umgeben von Gefahren,~Bahnt' ich
1188 3 | des Königs Fahnen wallen!~Umringt von seines Reichs Vasallen,~
1189 2 | hat schon~Der Zauber ihn umsricket. Nun, wohl an!~So frag'
1190 1 | Schönheit ist des Kampfes werth!~Umstrahlet von des Sieges Glanz,~fleh'
1191 2 | als Ritter stolz zurück~Umstrahlt von Ruhm und Ehr,~So gelte
1192 3 | Lorbeerkranz,~Bei Askalon umweht?~Du stolzes England, freue
1193 1 | Cedric:~Mir ist nicht unbekannt, weshalb~Ihr so bered't
1194 2 | Brust,~Schlummert oft uns unbewußt~Sünd'ger Triebe schnöde
1195 2 | war der Treue Lohn?~Herber Undank! bittrer Hohn!~Von einem
1196 2 | zu verschmähen!~Stolze! Undankbare!~[in sanfteres Gefühl übergehend:]~
1197 3 | Prüfung war nur klein,~Und wie unendlich ist die Luft! ~Ivanhoe schreitet
1198 1 | fürder mehr die kleinste Ungebühr~dir anzumuthen, Edelste
1199 1 | kranken Ritter mir,~Laß ungehindert uns von dannen gehen,~und
1200 2 | Ehrfurcht dem Gericht!~Sie ungehört verdammen, ziemt dem Christen
1201 2 | score]~Sire, deines Bruders Ungerechtigkeit~Zwang uns, zu süd'gen gegen
1202 3 | traf der Rache Strahl,~Denn ungestraft läßt Guilbert nicht~Sich
1203 1 | grüner Wald! ~Rowena:~| Nicht ungetrübte Freude~| Ist Himmel! mir
1204 1 | erschweret das Leid,~Zage im Unglück nicht, blicke nach Oben,~
1205 1 | Der Schwarze Ritter lacht unmäßig fort.] ~Tuck singt diesen
1206 2 | Daß eure Anklag' Lüge sei,~Unschuldig weiß ich mich und rein,~
1207 1 | Recitativ.~O Gott! wirf unsere Freunde nicht darnieder!~
1208 | unsern
1209 2 | hier~An dich gefesselt, unsers Ordens Zier,~So daß er nicht
1210 2 | Zauberbann berweist,~Der ihn ganz unsponnen hat. ~Rebecca: [die das
1211 | unsre
1212 2 | möglich?~Uns so nah, in unsrer Mitte? ~Der Schwarze Ritter [
1213 | unter
1214 2 | sehen wir ~Rebecca: [ihn unterbrechend.]~Wohl mir bleibt ein Mittel
1215 1 | entreissen. ~Bracy:~Dich unterstützen will ich, Freund,~und ich
1216 2 | Lehnsleute mir und wackere Unterthan'n!~Wir schwören die Treue! ~
1217 3 | Sache streiten?~Sprich! ober unterwirfst du dich dem Urtheil,~Das
1218 2 | Der König, der König!~O unverhoffte Luft!~Heil sei dem Könige!~
1219 3 | leblos liegt er da,<BA> doch unversehrt~Von Feindes Schwert;~Ein
1220 3 | Kämpe will sich zeigen,~Unvertheidigt mußt du steigen,~Ärmste,
1221 1 | doch dies Gefuhl ist Euer unwerth.~Das königliche Blut dem
1222 per| s knights - heralds and vassals - royal heralds and soldiers -
1223 3 | Rowena:~Ach lange war das Vaterland,~Im blut'gen Haß geheilt,~
1224 3 | Seele dann. ~Rebecca:~Ich verachte sund'ge Liebe,~Deiner Rache
1225 1 | gewähren,~| Ach mich nur verachten kann. ~| Alles, alles ist
1226 1 | Christ und Jüdin jemals sich verbinde. ~Guilbert:~Gesetz? Verbindung
1227 1 | verbinde. ~Guilbert:~Gesetz? Verbindung was fällt dir ein?~Böt'
1228 1 | Verweilet länger nicht,~verdächtig Volk zeigt sich in diesem
1229 1 | mein Kopf ist verwirrt und verdreht.~Joho, joho, joho, ho-ho,
1230 1 | Schönheit beim Tournier~Verdunkelte ja neben ihr.~Sie soll und
1231 1 | bewerben!~Fort hinweg, die Zeit verfliegt. ~/ Rebecca:~| Lieber in
1232 1 | fließt,~Nicht will ich ihm vergeben so lang er kühn sein Auge
1233 3 | Laß mich nicht in Gram vergehn,~Höre, ach, erhor mein Beten.~
1234 1 | edlen Löwenherz gebührt.~Vergeßen und verjährt sind meine
1235 2 | so weist gebracht,~Daß er vergessend Pflicht und Ruhm und Ehr~
1236 2 | beachtend seine Pflicht,~Vergnügen nur in deinem Umgang fand;~[
1237 1 | sie in diesen Mauern nicht verhallen;~Nein, Liebchen, laß die
1238 3 | meinem Schwert will ich's verheiden,~Und Gott im Himmel mög'
1239 3 | wer es war,~Der treü Lieb' verient,~Du glücklich england, freue
1240 1 | Löwenherz gebührt.~Vergeßen und verjährt sind meine Rechte!~Schließt
1241 3 | Wunder wirst du sehen,~\ Er verläßt die Seinen nicht. ~No. 18:
1242 2 | Händen,~Zucht und Sitte zu verlästern,~Nicht den Schleier mir
1243 1 | Erfüllest du mein zärtliches Verlangen. ~Rebecca:~Was kannst du
1244 3 | Zuversicht,~Herr, mein Gott, verlaß mich nicht,~Sende deine
1245 1 | diesen Vers in steigender Verlegenheit und Seelenangst indem er
1246 2 | Ihm meiner Unschuld Sieg verleihn.~Beaumanoir:~Wenn auch ein
1247 2 | Der Himmel wird mir Schutz verlein;~Und darum fordr'ich Gericht,~
1248 2 | Schwertes Spitze~Die Lilienhait verletze! ha! und jetzt!~Zum Vorwurf
1249 2 | Wird der Wahrheit Sieg verliehn !~| Auf ihn bauen~| Im Vertrauen,~|
1250 1 | Barfüßler Mönch seome Zelle verließ~Ora pro nobis.~Er trägt
1251 2 | Guilbert:~Weh' mir ! ich bin verloren !~[Malvoisin nimmt den Handschuh~
1252 2 | Jahre lang,~Trost für die verlorne Liebe~Macht und Reichthum,
1253 1 | und mein Flehen,~der Kraft vermag ich nicht zu widerstehn. ~
1254 2 | Löwenherz. ~Chor:~Er ist es! Vernahmst du's?~Vor Freude bebt die
1255 2 | mein Stahl~Den Buben, die Verrätherin!~Rache nur wollt' ich genießen~
1256 2 | Freudlos, wie ein Traum verrinnt.~Einsam in das dunkle Grab,~
1257 1 | hente Euch die Götter streng versagen~führt Euch ein gütig Schicksal
1258 1 | bekannt.~Was mir Mitleid nicht verschafft,~Soll des Aberglaubens Kraft~
1259 2 | Sonne am Himmelsgezelt,~Verscheuchet die nächtlichen Sorgen.~
1260 1 | Sie rüttelt an der Thüre.]~Verschloßen ist die Thür nicht kann
1261 2 | Arie~Guilbert:~Nicht zu verschmähen!~Stolze! Undankbare!~[in
1262 3 | Deine werden. ~Guilbert~Du verschmähest meine Liebe!~Stolze Spröde! (
1263 1 | wegzuräumer. Nach dem zweiten Verse, heftiges Klopfen. ~Der
1264 2 | Fluch! Des Ritters Schmach,~Versöhn der Hexe Blut!~Der Flamme
1265 3 | ich auch, das sie zu thun verspricht,~Was ich begehr'. ~Rebecca:~
1266 2 | Bad't sich - score] tief versteckt;~Hui! wie plumpt's in's
1267 3 | Rebecca:~Sprich, ich versteh' dich nicht. ~Guilbert:~
1268 1 | Blicken,~Dich in Liebe zu verstricken,~Freh zu sündigen gewagt;~
1269 2 | Sprich! ~[Pause.] ~Chor:~Er verstummet! Wehe! Wehe!~Welch ein fürchterliches
1270 1 | Ihr so bered't den Sohn vertheidig!~dem Vater zürnt, doch dies
1271 3 | was du verlangst;~Auf gott vertrau' ich, fluche dir,~Zurück,
1272 2 | verliehn !~| Auf ihn bauen~| Im Vertrauen,~| Darf allein,~| Wer von
1273 1 | Flehn gehört!~| Wer dir vertraut dem droht umsonst der Starke
1274 1 | dein drohend Wort,~Gewalt vertreibt Gewalt. ~Guilbert:~So fühlet
1275 2 | Mein Kämpe siegreich mich vertreten. ~Beaumanoir:~Wer wird für
1276 1 | Handeln,~Soll in Rache sich verwandeln,~Nicht beachtend eigne Schmach~
1277 1 | Cedric zu melden.] ~Oswald:~Verweilet länger nicht,~verdächtig
1278 1 | ängstlich:]~O wollet hier verweillen,~Euch droht Gefahr wenn
1279 1 | Herr Ritter, mein Kopf ist verwirrt und verdreht.~Joho, joho,
1280 2 | ich's nicht. ~Beaumanoir:~Verworf'ne Jüdin! durch der Hölle
1281 2 | Tochter eines Stammes, der verworfen ist,~Wiß, daß der Zauberei
1282 2 | wohl an!~So frag' ich dich Verworfne! sage an:~Weiß du etwas,
1283 1 | Sieger Aller sich erwarb,~verwu;nschet Euch und Eurer hartes
1284 1 | Eurer hartes Herz,~das den Verwundeten o Gott! den eignen Sohn~
1285 2 | Blut!~Der Flamme Glut[h]~Verzehre ihr Gebein!~Sie sterbe!~
1286 2 | Will ich gedenken, gern verzeih' ich euch;~Steht auf, ihr
1287 | Vielleicht
1288 3 | geharnischt und mit geschloßenem Visir durch die Schranken, und
1289 2 | parts for the chorus, but no vocalization]~Wehe! Wehe! nur das Blatt,~
1290 2 | würzigen Düfte,~Der munteren Vögel Dankjubelndes Chor~Steigt
1291 1 | Euch zuehren,~[stolz:] Dem Volke Jsraels gehört sie an. ~
1292 3 | Name her,~Stellt sich das Volkzu tapfrer Wehr,~Das schlägt
1293 2 | Nacht,~Unser Tagwerk, ist vollbracht;~Flur und Wald in Mondenschein,~
1294 2 | Will das Schwerste, ich vollbringen.~Setze kühn mein [ das,
1295 2 | springer auf,~Jäger nach in vollem Lauf. ~Chor:~Stärkend ist
1296 1 | Rebecca: [Sie eilt auf den Vorsprung am Thurm]~Ein Sprung und
1297 2 | verletze! ha! und jetzt!~Zum Vorwurf machst du meine Liebe mir!~
1298 2 | Schleier rasch zurück.~[Der Wache winkend]~Auf! entreißt den
1299 2 | fortan~Lehnsleute mir und wackere Unterthan'n!~Wir schwören
1300 2 | ich euch;~Steht auf, ihr wackern Freunde, seid fortan~Lehnsleute
1301 2 | Wenn auch ein Kämpe möglich wäre,~Wer steht dem Kreuz, des
1302 1 | Welcher Lärm! Ich höre Waffenklang,~/ Und auch der Sachsen
1303 1 | Hülflosen dich! ~[Der Tumult und Waffenlärm beginnt auf's neue.] ~Der
1304 3 | den Schranken,~Darf mein Waffenruhm nicht wanken,~Und du endest
1305 3 | ich alles für die Jüdin wage,~Beding' ich auch, das sie
1306 2 | jammernswerthen Freund,~Nicht wagt er sich in unsern Kreis
1307 1 | Guilbert:~O scheuche diesen Wahn!~Bei andern magst mit deinem
1308 3 | durchschaürt mein Gebein,~Und Wahnsinn stürmt, ich fühl' es, auf
1309 2 | wißt:~Hiermit reklär' ich wahr und frei,~Daß eure Anklag'
1310 1 | Heil,~und sie zum Heil des wahren Glaubens führen.]~Horch!
1311 2 | spricht,~Dir zu Gunsten wahrlich nicht;~Nur zu deutlich sehen
1312 1 | Volk zeigt sich in diesem Walde. ~Cedric:~Du meinst doch
1313 1 | meiner Ahnen Schild und Wappenzier,~Nicht fürder mehr die kleinste
1314 per| Templars - Norman and Saxon warriors - yeomen - Guilbert's Saracens] ~
1315 2 | fürchterliches Zeichen!~Böser Zauber wartet hier!~Will nicht wanken
1316 | Warum
1317 2 | Hui! wie plumpt's in's Wasser nein [h'nein -lib.],~Wenn'
1318 1 | blicke nach Oben,~immer ja wechselt die rollende Zeit.~S'wird
1319 1 | dir,~Doch dein Betragen weckt den Anschen mir;~die Tugend
1320 1 | schon haben sie Gefangne weggeführt.~Jsaak von York und seine
1321 1 | Pastete Fleisch und Wein wegzuräumer. Nach dem zweiten Verse,
1322 1 | Beben,~Durchzuckt mich~[Wehmüthig:] Ach, so war mir Ärmsten
1323 3 | sich das Volkzu tapfrer Wehr,~Das schlägt den Feind und
1324 2 | was auf Erden,~Nur ein weiblich Herz erfreut,~Und mir winkt,
1325 1 | sie Gemahlin nennen! ~Der weiblichen Schönheit zu Füßen,~treibt
1326 1 | schöne Fee bin ich genessen,~Weich' nicht vor meinem trunken
1327 2 | Will nicht wanken und nicht weichen. ~Rebecca: [zu Guilbert:]~
1328 3 | erschus'st, Grausamer! noch zu weiden? ~Guilbert:~Nein, Freund
1329 2 | wollt mich schuldig sehen,~Weidet euch an meiner Pein.~Mich
1330 3 | Vater zu die rufe ich!~Weihe mich nicht dem Verderben!~
1331 2 | Mich dem Templer-Orden weihend~Bittre Reue ward mit nur~
1332 | weil
1333 1 | Denn rührt dich nicht mein Weinen und mein Flehen,~der Kraft
1334 1 | Lohn sei dein ~Rebecca: [weinend:]~O schweigt! Mir bricht
1335 3 | Paar,~Das Freudenthränen weint,~So ahnet ihr wohl, wer
1336 2 | erscheint Rowena auf einem weißen Zelter nebst Gefolge.] ~
1337 1 | dich nenen,~Liebchen das weißt du bereits,~doch auf der
1338 2 | Hast du den Ritter hier so weist gebracht,~Daß er vergessend
1339 2 | selber, Guilbert, sprich: in welchem Licht~Betrachtest du dies
1340 2 | Meines Lebens Blüthezeit,~Welkte ungeliebt dahin~Was des
1341 2 | und matt,~In dem kühlen Wellenbad. ~Chor:~In der Mittagssonne
1342 3 | Pause~Guilbert:~Rebecca, wende dich zu mir.~Rebecca:~Hinweg!
1343 2 | sein und diesem hier.~[Sie wendet such zu Guilbert]~Nur auf
1344 | wenig
1345 | Wenige
1346 1 | will ich um deine Liebe werben. | Chor:~| Wer Kraft und
1347 2 | durch Gottes Stimme~Heir werf' ich meinen Handschuh hin !~[
1348 1 | Mir ist nicht unbekannt, weshalb~Ihr so bered't den Sohn
1349 2 | die Wahrheit hier gesagt?~Weß man jetzt mich angeklagt,~
1350 1 | of change in the scenery (which is apparently in flames
1351 3 | Komm an! komm an! du feiger Wicht!~Schon einen traf der Rache
1352 3 | erheben,~| Siegreich dir zu widerstehen. ~Trompetenstoß hinter den
1353 1 | Kraft vermag ich nicht zu widerstehn. ~Aber zitre, Bösewicht,~
1354 3 | erschallen,~Daß Berg' und Thäler wiederhallen,~Und freudig jauchzt es
1355 2 | dem Wald,~Zeigend bei der Wiederkehr,~Daß es froh erschallt. ~
1356 3 | meine Hände ringe,~Wenn ich wieine bitterlich,~Höhnen meine
1357 2 | ward mit nur~In des Lebens wildem Drang,~Sucht' umsonst ich
1358 3 | Glut,~| Dich umfaßt mit wilder Muth,~| Wenn du mußt mir
1359 1 | von Euch kommt~Soll mir wilkommen sein. ~Wamba: [Cedric parodirend]~
1360 3 | So gescheh' sein heil'ger Wille.~Beaumanoir:~Was das Gefeß
1361 3 | strenger Feind will ich der Willführ sein.~Schlußchor:~Laßt lauten
1362 per| Walter (speaking role) ~Willibard (speaking role) ~Cedrics
1363 3 | alte Groll schon fort,~Er willigt ein - das frohe Paar,~Bringt
1364 3 | Kämpe naht! hurrah! hurrah!~Willkommen hier, viel Glück und Heil!~
1365 2 | Stimme spricht!~| Welch win anmuthvolles Wesen!~| In
1366 2 | rasch zurück.~[Der Wache winkend]~Auf! entreißt den Schleier
1367 2 | weiblich Herz erfreut,~Und mir winkt, was ich vergebens~Suchte
1368 1 | Ewigkeit! ~Recitativ.~O Gott! wirf unsere Freunde nicht darnieder!~
1369 2 | meinen Handschuh hin !~[Sie wirft den Handschuh in die Mitte
1370 2 | Stammes, der verworfen ist,~Wiß, daß der Zauberei du überwiesen
1371 2 | bringt ihn Guilbert wider Wißen-auf.] ~Beaumanoir:~So nehme
1372 1 | The score appends a scene with no break in music or indication
1373 1 | zum Thür, bald zum Ritter, wobei seine Trunkenheit sich kund
1374 3 | Urtheil,~Das wir gefällt, als wohlverdienter Strafe?~Rebecca:~Gott wird
1375 2 | Leib und Seel an dir,~Drum wolle uns ein milder Richter sein. ~
1376 1 | besser gehn, &c. ~Warum auch wollest du ängstlich verzagen,~kehrt
1377 1 | Leben~| Freud'ger Hoffnung Wonne Beben, [Wonneleben, - libretto]~|
1378 1 | ger Hoffnung Wonne Beben, [Wonneleben, - libretto]~| Denke ich,
1379 2 | besä't sie die Flur~Und wonniges Beben durchzuckt die Natur.~
1380 1 | bricht as Herz bei solchem Worte. ~Ivanhoe: [freundlicher:]~
1381 1 | Der Schönheit Kron'~/ ist würd'ger Lohn~| der Tapferkeit,~|
1382 2 | Mitleid zu erflehen~Weiß ich, würde fruchtlos sein,~Denn ihr
1383 1 | meinst doch nicht, daß sie es würden wagen~uns zu belästigen,
1384 2 | du mein Herz erkennen,~Du würdest mich nicht lieblos nennen.~
1385 2 | senden empor~Zum Himmel die würzigen Düfte,~Der munteren Vögel
1386 1 | Seufzen und Klagen und Wüthen und Toben~Mehret den Kummer
1387 3 | Frevler! Bösewicht!~| Seine Wunder wirst du sehen,~\ Er verläßt
1388 3 | ja ich kenne dich!~Schlau wußtest du ihr Herz mir zu entwenden;~
1389 2 | eines Gekken!~Mich fdaßt die Wut[h],~Der Rache Glut[h],~Durchlodert
1390 2 | 9: Introduction~Chor der Yomen Und Geächteten:~Es zittert
1391 per| knights and people] ~Setting: Yorkshire, England. 1194. ~
1392 1 | prangen,~Erfüllest du mein zärtliches Verlangen. ~Rebecca:~Was
1393 1 | Kummer erschweret das Leid,~Zage im Unglück nicht, blicke
1394 1 | Schönheit sollst du mir zahlen. ~Rebecca:~Kein Räuber,
1395 3 | Schreiten groß und stolz einher,~Zahllos, wie der Sand am meer;~Ich
1396 2 | Lebens, rettete ich dich;~Zahlloser Pfeile Ziel war meine Brust,~
1397 1 | Cedric nahet sich mit zahlreichem Gefolge.~Recitativ.~Rowena:~
1398 2 | seinem irren Geist,~Das den Zauberbann berweist,~Der ihn ganz unsponnen
1399 2 | ihn dahin gebracht,~Durch Zauberkünste und der Hölle Macht!~Mit
1400 1 | zurück,~O nenn' dich mir zaubrisch schönes Wesen! ~Rebecca:~
1401 2 | Welch ein fürchterliches Zeichen!~Böser Zauber wartet hier!~
1402 2 | Semper leo percutiatur. ~Zeig' er offen sich und frei,~
1403 2 | Zieht man aus dem Wald,~Zeigend bei der Wiederkehr,~Daß
1404 1 | Auch mir soll eins zum Zeitvertreib,~Die Tapferkeit des Arms
1405 1 | Der Barfüßler Mönch seome Zelle verließ~Ora pro nobis.~Er
1406 2 | Rowena auf einem weißen Zelter nebst Gefolge.] ~Chor:~Heil!
1407 3 | verdammen~Mit und Nachwelt mich, zerbrochen~Wird mein Schild durch Henkershand,~
1408 1 | von dieses Thurmes Zinnen!~Zerschmettert soll mein Leib an jenem
1409 1 | Verderben rings umher, Zerstörung und Gefahr! ~Chor der Sachsen: [
1410 1 | Normann bezwungen!~Die Feinde zerstreut!~Die Freunde befreit!~Hoch
1411 2 | Beaumanoir:~Dieses Mannes Zeugniß spricht,~Dir zu Gunsten
1412 2 | ich dich;~Zahlloser Pfeile Ziel war meine Brust,~Nur dich
1413 2 | Sie ungehört verdammen, ziemt dem Christen nicht.~Ruhe
1414 1 | hinab von dieses Thurmes Zinnen!~Zerschmettert soll mein
1415 1 | nicht zu widerstehn. ~Aber zitre, Bösewicht,~ob der Rache
1416 2 | Yomen Und Geächteten:~Es zittert im Früroth vor Freuden die
1417 3 | Blutgericht.~| Rebecca~| Zittre! Frevler! Bösewicht!~| Seine
1418 2 | von roher Männer Händen,~Zucht und Sitte zu verlästern,~
1419 1 | s in stiller Demuth Euch zuehren,~[stolz:] Dem Volke Jsraels
1420 3 | Beaumanoir:~Ihr Sclaven, zündet nun den Holzstoß an!~Zu
1421 3 | Den das Gefeß, ihr gnadig zürkannte.~Du, Herold, laß die Aufford'
1422 1 | Sohn vertheidig!~dem Vater zürnt, doch dies Gefuhl ist Euer
1423 2 | bittrer Hohn!~Von einem Zuge kehrt' ich stolz zurück,~
1424 3 | deinen Namen,~Bist du meine Zuversicht,~Herr, mein Gott, verlaß
1425 2 | Lebt wohl! und denkt zuweilen der Waldgesellen auch,~\
1426 2 | Bruders Ungerechtigkeit~Zwang uns, zu süd'gen gegen das
1427 2 | ich Gericht,~Wo Gott im Zweikampf Urtheil spricht.~Erhören
1428 1 | tritt auf.] ~Ivanhoe:~Zum zweitenmal erscheinst du meinem Blick,~
1429 | zwischen
|